Stevan Paul

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Stevan ist Effilee Autor der ersten Stunde, hat die Schnellen Teller zu dem gemacht, was sie sind, schreibt unsere Deutschstunde und immer wieder prima Reportagen.

Deutschstunde: Linsen mit Spätzle

Für das mit Essig leicht säuerlich abgeschmeckte Linsengemüse werden meist hellbraune Tellerlinsen verwendet. Die sechs bis sieben Millimeter großen Linsen hießen bis in die Sechzigerjahre Hellerlinsen, benannt nach einer alten deutschen Kupfermünze – die Umbenennung war wahrscheinlich ein Übertragungsfehler. Wie dagegen die ursprünglich in Ägypten und Palästina beheimatete Linse überhaupt zum schwäbischen Nationalgericht wurde, lässt oft auch schlaue Schwaben mit den Schultern zucken.

Schneller Teller: Süße Nudeln mit Pflaumenkompott

Das Rezept hat schon meine Oma gemacht, und die Großfamilie brachte es mit sich, dass gerne schon mal für 30 Leute gekocht werden musste. Bei meiner Mutter Gisela gibt’s die süßen Nudeln heute noch und zwar: »Mit richtigen Semmelbröseln, net Paniermehl!« (Jens Scholz, jensscholz.com)

Rezept für Zartes Huhn, wie im China-Restaurant

Im China-Restaurant und auch beim Vietnamesen oder im Thai-Restaurant ist das geschnetzelte Hähnchenfleisch oft von spezieller Konsistenz: ganz weich und dennoch mit Biss, fast schon übertrieben zart. Das Geheimnis: Natron!

Rezept für Gaisburger Marsch

Eines der vielen (falschen!) Vorurteile, denen man als Schwabe ausgesetzt ist, betrifft die Sparsamkeit, die vom Rest der Republik oftmals als Geiz ausgelegt wird. Dem gilt es zu widersprechen, denn der Schwabe ist nicht geizig, der Schwabe ist preisbewusst! Ich kenn mich aus, ich bin da aufgewachsen. Im Ländle legt man zudem Wert auf die […]

Hähnchenherzen-Ragout

Viel Geschmack auf dem schnellen Teller: mit zarten Hähnchenherzen in einer dunklen Sauce, die direkt in der Pfanne entsteht, fein abgeschmeckt mit Portwein und Estragon.

Rezept für Hamshuka

Für den Umami-Effekt bei diesem ­Klassiker der neueren israelischen Küche sorgen geschmortes Hackfleisch, Tomatenmark (extrem umami!), Paprika­pulver und orientalische Gewürze im Zusammenspiel mit cremigem Hummus aus Kichererbsen, Sesampaste und Zitrone.

Hamburger Aalsuppe

»Kommt da Aal rein oder nich?«, heißt die Glaubensfrage und allermeist ist es Besserwissern, Zugereisten und Touristen überlassen, sich daran aufzureiben, denn die Hamburger selbst wissen: Schmecken muss es, Aal hin, Aal her.

Maultaschen Tortilla

Dieses Rezept vereint saftiges Hackfleisch, frischen Spinat und zarten Eiernudelteig, also alles, was eine gute Maultasche ausmacht – hier nur ganz ohne die lästige Faltarbeit!

Schlachtplatte

Das Schlachten als Fest stirbt mit dem Brauch der Hausschlachtung. Das Schlachtfest wurde aus der Notwendigkeit heraus geboren, möglichst rasch alles vom Tier zu verwenden: Da wurde die Leber für die Wurst gegart, die Füllung für die frische Blutwurst mit Speckwürfeln und Gewürzen angerührt, Fleischabschnitte im Wurstkessel gesotten … und später alles dampfend warm auf […]

Sardine aus der Dose »à la française«

Verächtlich von Dosenfisch spricht nur, wer niemals französische Jahrgangs-sardinen (»sardines millésimées«) -genoss – die ausgesuchten Fische -reifen über Jahre in schicken Dosen und bestem Olivenöl, entwickeln dabei ein komplexes Aroma. Doch auch die Allerwelts-Sardine zeigt delikates Potenzial, wenn sie »à la française« mariniert und mit Knoblauchbaguette serviert wird. Dazu ein Glas gut gekühlter Entre-deux-Mers-Wein!

Königsberger Spaghetti

Meine Mutter überraschte mich mit dieser genialen Nummer: Das urdeutsche Traditionsgericht Königsberger Klopse ist plötzlich näher dran an Italien, als es scheint: Zitrone, Sardelle und Kapern sind ohnehin recht italienisch, die Rindfleischbällchen werden gebraten (das ist wichtig), Polpette also. Mutters Original zeigte ich begeistert auf Instagram (instagram.com/stevanpaul.de), wo es aus dem Stand das meist-gelikte Gericht seit Beginn der Aufzeichnungen wurde. Hier ist das Rezept.

Rezept für Gebrannter Spitzkohl nach Thomas Bühner

Ein so simples wie einfaches Gericht, das wieder mal beweist: Das beste Produkt, das Wissen um die perfekte Zubereitung und Garzeit, das kann schon große Küche sein. Kohl und krachende Hitze, das ergibt einen intensiven, klaren und leicht nussig-rauchigen Kohlgeschmack, der von der gebräunten Nussbutter und etwas Salz perfekt unterstützt wird. In Perfektion gegessen bei Sternekoch Thomas Bühner – allerdings ohne die Kartoffeln, die sind reiner Sattmacher-Tand!

Döppekooche

Da! Da ist er, ziemlich früh und gekommen, um zu bleiben – dieser unglaublich mundwässernde Duft der Dreifaltigkeit aus Speck, Zwiebeln und Kartoffeln – der Duft, von dem alle schwärmen, die schon mal einen Döppekooche in den Ofen geschoben haben. Der Döppekooche ist ein wärmendes Herbst- und Winteressen, das immer schmeckt, wenn es draußen knackig kalt ist, zudem aber auch als traditionelles Festtagsessen Würdigung erfährt: An St. Martin (11.11.) gibt der Döppekooche vielerorts die kleine Martinsgans, und zur Faschingszeit kommt der dicke Brummer auf den Tisch, wenn an Weiberfastnacht die Stunde des Matriarchats schlägt. Das schweißtreibende Reiben der Kartoffelberge wird ohnehin gerne den Herren überlassen.

Hummus-Cremesuppe

Umami, inzwischen ein Trendthema, macht Speisen herzhafter und vollmundiger – besonders interessant für die pflanzliche Küche, aber auch ein echter Geschmacksgewinn für alle Liebhaber guten Essens. TOMAMI gewinnt seine Würzessenz in einem einzigartigen Herstellungs­ verfahren aus der Tomate, die natürlich reich an Umami ist.
Die Würzessenz TOMAMI #1 ist der intensiv­fruchtige Klassiker, TOMAMI #2 ist kräftig­ säurebetont – ideal für die mediterrane Küche. Daneben gibt es mehrere Weiterentwicklungen: Die scharfe Sauce mit Ingwer und Chili peppt insbesondere Reis­ und Gemüsepfannen auf. Der TOMAMI Würzstoff ist ein Allrounder und passt auf den Tisch genauso wie in die Küche.

Miso-Ramen mit Lachs

Ramen, die dampfenden Nudelsuppen mit den unterschiedlichsten Einlagen, sind ursprünglich chinesischer Tradition, heute gehören sie in Japan zum kulinarischen Kanon und erfreuen sich auch hierzulande wachsender Beliebtheit. Die Herstellung der Brühen ist eine Kunst, doch Miso-Ramen (auf Basis fermentierter Sojabohnenpasten) gelingen auch in der Heimwerkerversion erstaunlich gut, das Miso gibt ordentlich Würze. Lachs, Gemüse und Nudeln machen die Ramen-Suppe zum sättigenden Hauptgericht.

Marokkanischer Linseneintopf mit Lammwurst

Die orientalischen roten Linsen eignen sich perfekt für diesen schnellen Eintopf: Sie sind bereits geschält und werden deshalb wesentlich schneller weich, als die ungeschälten braunen oder grünen Tellerlinse. Sie müssen auch nicht vorab eingeweicht werden. Die marokkanische Gewürzmischung Ras el-Hanout (wörtlich: Chef des Ladens) unterstützt den nussigen Geschmack der feinen Linsen.