Schneller Teller

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Der Schnelle Teller von Stevan Paul ist seit zehn Jahren eine der beliebtesten Rubriken in Effilee. Mit gutem Grund: die einfachen Rezepte sind alltagstauglich und können ohne große Vorkenntnisse erfolgreich gekocht werden, ohne dabei den kulinarischen Anspruch zu vernachlässigen.

Die Schnellen Teller sind, wie der Name sagt, schnelle Rezepte für Menschen, die zu tun haben, die jeden Tag ihren Weg gehen und deshalb nicht allzu viel Zeit haben, aber das Kochen nicht lassen wollen. Schnell, mit handelsüblichen Zutaten und trotzdem originell.

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Rezept für Zartes Huhn, wie im China-Restaurant

Im China-Restaurant und auch beim Vietnamesen oder im Thai-Restaurant ist das geschnetzelte Hähnchenfleisch oft von spezieller Konsistenz: ganz weich und dennoch mit Biss, fast schon übertrieben zart. Das Geheimnis: Natron!

Hähnchenherzen-Ragout

Viel Geschmack auf dem schnellen Teller: mit zarten Hähnchenherzen in einer dunklen Sauce, die direkt in der Pfanne entsteht, fein abgeschmeckt mit Portwein und Estragon.

Rezept für Hamshuka

Für den Umami-Effekt bei diesem ­Klassiker der neueren israelischen Küche sorgen geschmortes Hackfleisch, Tomatenmark (extrem umami!), Paprika­pulver und orientalische Gewürze im Zusammenspiel mit cremigem Hummus aus Kichererbsen, Sesampaste und Zitrone.

Rezept für Gebrannter Spitzkohl nach Thomas Bühner

Ein so simples wie einfaches Gericht, das wieder mal beweist: Das beste Produkt, das Wissen um die perfekte Zubereitung und Garzeit, das kann schon große Küche sein. Kohl und krachende Hitze, das ergibt einen intensiven, klaren und leicht nussig-rauchigen Kohlgeschmack, der von der gebräunten Nussbutter und etwas Salz perfekt unterstützt wird. In Perfektion gegessen bei Sternekoch Thomas Bühner – allerdings ohne die Kartoffeln, die sind reiner Sattmacher-Tand!

Schneller Grünkohl mit gebratenem Fisch

Grünkohl geht auch kurz gegart! Mit leichtem Biss geschmort, offenbart das Wintergemüse neue Seiten – das pfeffrige Aroma des Kohls kommt voll zur Geltung. In Weißwein und Butter geschwenkt ist Grünkohl sogar ein perfekter Begleiter zu Fisch.

Leber Asian Style

Das hat die deutsche Leber so noch nicht erlebt: im Wok kurz gebraten, mit Ingwer, Chili und Koriander – einfach gut, schnell gemacht und überraschend!

Miso-Ramen mit Lachs

Ramen, die dampfenden Nudelsuppen mit den unterschiedlichsten Einlagen, sind ursprünglich chinesischer Tradition, heute gehören sie in Japan zum kulinarischen Kanon und erfreuen sich auch hierzulande wachsender Beliebtheit. Die Herstellung der Brühen ist eine Kunst, doch Miso-Ramen (auf Basis fermentierter Sojabohnenpasten) gelingen auch in der Heimwerkerversion erstaunlich gut, das Miso gibt ordentlich Würze. Lachs, Gemüse und Nudeln machen die Ramen-Suppe zum sättigenden Hauptgericht.

Rotes Blumenkohl-Paprika-Curry mit Frühlingszwiebeln

Die sehr scharfe, rote Currypaste gibt es im Supermarkt oder im Asialaden. Die cremige Kokosmilch entschärft das Gemüsecurry nur leicht, deshalb sollten sensible Genießer das Gericht vorsichtshalber erst mal mit der halben Portion Paste zubereiten. Für alle anderen gilt: Feuer frei!<

Marokkanischer Linseneintopf mit Lammwurst

Die orientalischen roten Linsen eignen sich perfekt für diesen schnellen Eintopf: Sie sind bereits geschält und werden deshalb wesentlich schneller weich, als die ungeschälten braunen oder grünen Tellerlinse. Sie müssen auch nicht vorab eingeweicht werden. Die marokkanische Gewürzmischung Ras el-Hanout (wörtlich: Chef des Ladens) unterstützt den nussigen Geschmack der feinen Linsen.

Rezept für Lauch-Miso-Spaghetti

Von diesem Rezept ahnen die Japaner nichts. Schmeckt aber himmlisch und könnte sich schnell bis nach Japan ­rumsprechen. Nudeln, Miso, Butter, Lauch – perfekt! (Der schwarze Sesam ist nur optischer Tand.)

Hot-Dog-Auflauf

Diese Nummer entstand zunächst aus Partyresten, Hot Dog Buns werden ja schneller trocken, als ein Sandsturm husten kann. Der Hot-Dog-Auflauf gelingt allerdings auch mit frischen Buns, denn auf dieses Gericht will niemand auch nur kurz warten.

Schneller Teller: Süße Nudeln mit Pflaumenkompott

Das Rezept hat schon meine Oma gemacht, und die Großfamilie brachte es mit sich, dass gerne schon mal für 30 Leute gekocht werden musste. Bei meiner Mutter Gisela gibt’s die süßen Nudeln heute noch und zwar: »Mit richtigen Semmelbröseln, net Paniermehl!« (Jens Scholz, jensscholz.com)