Vijay Sapre

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Der Schäfer, der Schlachter, der Koch und das Lamm, Teil III

Fleisch kommt von lebenden, fühlenden Wesen. Das kann man leicht vergessen, so, wie Fleisch bei uns in der Regel konsumiert wird: verarbeitet, verpackt und standardisiert. Wir haben ein Lamm auf der Wiese besucht, wo es auch geboren wurde, es auf dem Weg zum Schlachter begleitet, es zerlegt, zubereitet und anschließend gegessen

Panisse

Fritten einmal anders: In der Provence stellt man sie nicht aus Kartoffeln, sondern aus Kichererbsen her und werden Panisse genannt.

Nukazuke, die Kunst, Gemüse einzulegen

Kimura Tsukemon Miyazaki Kougyou heißt die Fabrik in Miya­zaki auf der Insel Kyushu im Süden Japans. In vier mal vier Meter großen und sicherlich ebenso tiefen Betonschächten wird vor allem Rettich, aber auch anderes Gemüse in einem Bett aus Reiskleie eingelegt. In mehreren Lagen aufeinandergeschichtet und mit Betonplatten beschwert fermentiert dann das Gemüse. Für Takuan, […]

Glühwein

Es ist immer eine gute Idee, Ausgangsprodukte zu nehmen, die schon möglichst nah an dem sind, was man am Ende erreichen will. Warum also Rotwein mit Zucker und Fruchtsaft verbiegen? Ein einfacher Riesling Kabinett (ca. 5 Euro) bringt Frucht und Süße schon mit.

Die Nudel

Etymologisch kann man das Wort Nudel auf zwei Arten erklären: Die verbreitete, weithin anerkannte sieht die Wurzeln im Knödel, was wiederum von nodulus, lat. Knoten kommt. Die viel schönere mögliche Herkunft ist aber ludel, ein altes sauggefäsz für säuglinge. Da steckt alles drin, was einem spontan zur Nudel einfällt: die lustvolle Gier, das Schlürfen und Schlotzen, und auch die tiefe innere Befriedigung, die einen erfüllt, wenn man mal wieder viel zu viel gegessen hat und pappsatt ist.

Genussgipfel in Kulmbach

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet von dem beschaulichen ober­fränkischen Städtchen Kulmbach so wesentliche Veränderungen ausgehen, wenn es um Genuss und Gesundheit und die damit verbundene Wertschöpfung geht. Denn in Kulmbach hat das Bayerische Staats­ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten das Kompetenzzentrum Ernährung (KErn) angesiedelt, das zusammen mit dem Cluster Ernährung die Genussakademie betreibt. Und die Genussakademie zeugt wiederum schon mit ihrem Namen von einem längst überfälligen Umdenken, das hier stattgefunden hat, getrieben von der Erkenntnis, dass Landwirtschaftsförderung auf Dauer nur funktioniert, wenn sie auch mit der Förderung von Genuss gekoppelt ist. Das bedeutet in diesem Zusammenhang einerseits, Qualität und Vielfalt zu erhalten, traditionelle Anbaumethoden und Produkte zu fördern, andererseits aber eben auch, für diese Produkte Aufmerksamkeit und Akzeptanz am Markt zu schaffen

Königin Pasteten

Nostalgisches Fest für die Sinne: Die Königinpastete, knuspriger Blätterteig, gefüllt mit feinem, cremigem Ragout.

Irish Stew

Ursprünglich kamen nur Lamm und Kartoffeln ins Irish Stew, etwas Suppengemüse und Gerstengraupen schaden aber nicht

Der Schäfer, der Schlachter, der Koch und das Lamm – Teil I

Fleisch kommt von lebenden, fühlenden Wesen. Das kann man leicht vergessen, so, wie Fleisch bei uns in der Regel konsumiert wird: verarbeitet, verpackt und standardisiert. Wir haben ein Lamm auf der Wiese besucht, wo es auch geboren wurde, es auf dem Weg zum Schlachter begleitet, es zerlegt, zubereitet und anschließend gegessen. Teil 1: Der Schäfer