Vijay Sapre

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Der Schäfer, der Schlachter, der Koch und das Lamm, Teil III

Fleisch kommt von lebenden, fühlenden Wesen. Das kann man leicht vergessen, so, wie Fleisch bei uns in der Regel konsumiert wird: verarbeitet, verpackt und standardisiert. Wir haben ein Lamm auf der Wiese besucht, wo es auch geboren wurde, es auf dem Weg zum Schlachter begleitet, es zerlegt, zubereitet und anschließend gegessen

Die Nudel

Etymologisch kann man das Wort Nudel auf zwei Arten erklären: Die verbreitete, weithin anerkannte sieht die Wurzeln im Knödel, was wiederum von nodulus, lat. Knoten kommt. Die viel schönere mögliche Herkunft ist aber ludel, ein altes sauggefäsz für säuglinge. Da steckt alles drin, was einem spontan zur Nudel einfällt: die lustvolle Gier, das Schlürfen und Schlotzen, und auch die tiefe innere Befriedigung, die einen erfüllt, wenn man mal wieder viel zu viel gegessen hat und pappsatt ist.

Nukazuke, die Kunst, Gemüse einzulegen

Kimura Tsukemon Miyazaki Kougyou heißt die Fabrik in Miya­zaki auf der Insel Kyushu im Süden Japans. In vier mal vier Meter großen und sicherlich ebenso tiefen Betonschächten wird vor allem Rettich, aber auch anderes Gemüse in einem Bett aus Reiskleie eingelegt. In mehreren Lagen aufeinandergeschichtet und mit Betonplatten beschwert fermentiert dann das Gemüse. Für Takuan, […]

Sautierte Kabeljaubäckchen

Wenn es Kabeljau gibt, gibt es meistens Streit. Warum? Weil er nur zwei Bäckchen hat. Deshalb haben wir bei der Deutschen See eine Extraportion Bäckchen bestellt

Prärieauster

Das Gute am Morgen danach ist, dass es immer noch einen nächsten Tag mit einen weiteren Morgen gibt – und man sich in der Regel spätestens dann wieder halbwegs wohlfühlt. Die Prärieauster, so sagt man, trägt dazu bei, dass man sich schneller besser fühlt.

Irish Stew

Ursprünglich kamen nur Lamm und Kartoffeln ins Irish Stew, etwas Suppengemüse und Gerstengraupen schaden aber nicht

Ein Teller von Max Strohe, das Gespräch

Max Strohe war Aufsteiger des Jahres 2016 bei den Berliner Meisterköchen, seine Geschäftspartnerin und Lebensgefährtin Ilona Scholl wurde 2017 zur Gastgeberin des Jahres ausgezeichnet. Jenseits der Berliner Stadtgrenzen ist es dagegen eher ruhig um das Tulus Lotrek, das Restaurant der beiden. Das könnte daran liegen, dass ihre Küche sich etwas abseits der aktuellen Mode karger Regionalität bewegt und stattdessen der Völlerei huldigt. Süffig und eingängig, dabei aber auch verschroben und hochintelligent

Der Schäfer, der Schlachter, der Koch und das Lamm – Teil I

Fleisch kommt von lebenden, fühlenden Wesen. Das kann man leicht vergessen, so, wie Fleisch bei uns in der Regel konsumiert wird: verarbeitet, verpackt und standardisiert. Wir haben ein Lamm auf der Wiese besucht, wo es auch geboren wurde, es auf dem Weg zum Schlachter begleitet, es zerlegt, zubereitet und anschließend gegessen. Teil 1: Der Schäfer

Dizme Manti

Dizme heißt schlicht: nebeneinander, Manti hat wohl den gleichen Wortstamm wie die koreanischen Mandu oder die ­chinesischen Mantou. In jedem Fall
handelt es sich um mit Fleisch gefüllte Teigtaschen. In diesem Fall werden sie nicht gedämpft oder gekocht, sondern
im Ofen gebacken, das passt zur Kombi­nation von Lamm und Käse nahezu perfekt. Inspiriert wurde das Rezept von der vorangehenden Geschichte und dem Buch ›Die echte Türkei‹, das wir auf der nächsten Seite vorstellen..

Korean Fried Chicken

Die Zubereitung erscheint zunächst etwas aufwendig, dafür kann man die Hähnchenflügel gut vorbereiten. Durch das doppelte Frittieren werden sie krachig-knusprig und bleiben auch so, wenn sie mit der Sauce überzogen werden. Wem die Sauce zu scharf ist (und das ist keine Schande, denn sie hat es in sich!), der kann das Gochujang ganz oder teilweise durch Doenjang oder gar durch Ketchup ersetzen.

Ein Teller von Klaus Erfort: Das Gespräch

Er gilt als der stillste unter den deutschen Spitzenköchen. Klaus Erfort drängt es nicht ins Fernsehen, er veröffentlicht nicht einmal Kochbücher. Die Wahrheit, sagt er, liegt auf dem Teller. Dort strebt er nach größtmöglicher Eleganz: mit sorgfältig ausbalancierten Proportionen und besten Produkten erreicht er eine zeitlose Eigenständigkeit jenseits allen Mainstreams