Effilee 16

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Matjes Hausfrauenart

Für Matjesfreunde ist einmal im Jahr Festzeit: Ende Mai bis Anfang Juni fahren die Fischer aus den Niederlanden, Dänemark und Norwegen hinaus auf Nord- und Ostsee, werfen ihre Netze aus und ziehen das Silber der Meere an Bord. Die glänzenden Jungheringe sind zu dieser Zeit zwischen drei und fünf Jahre alt. Sie haben sich den Winter über im Nordatlantik mit eiweißreichem Plankton fett gefressen und schwärmen nun zum Laichen in südlichere Gewässer. Während ihrer Reise sind die Heringe noch nicht geschlechtsreif, Rogen und Milch sind nicht ausgebildet. Das ist wichtig, was schon der Name verrät: Matjes ist die Kurzform des holländischen Maatjesharing, des Mädchen- oder Jungfrauenherings.

Shoyu und Miso

Die japanische Küche ist sehr sparsam im Gebrauch von Gewürzen. Doch Shoyu würzt fast jede Mahlzeit und ist unerlässlich für den Genuss von Sushi

Schweinekotelett mit Möhren und Blaubeerzwiebelchutney

Zu einem echten nordamerikanischen Barbecue mit dicken Koteletts vom Landschwein gehört immer ein fruchtig-scharfes Blaubeer-Chutney, denn dort wachsen die hocharomatischen Wildblaubeeren auf weiten Feldern. Dazu unbedingt Fats Domino hören: »I found my thrill, on blueberry hill …«

Kabeljau Ceviche

Hier kommt der peruanische Klassiker mal mit Kabeljau. Der Fisch für die Ceviche wird durch die Säure des Essigs gegart.

#57, Sommer 2021

Endlich wieder rausgehen. Wir besuchen Dieter Biesler, einen der Pioniere der deutschen Küche und lassen uns Leipziger Allerlei servieren. Luka Lübke erinnert an ihre und andere Omas. Michael Wickert räuchtert Fisch in Jörns Garten. Thomas Vilgis kocht mit Asche und Hinrich Sudeck klärt über die Gefahren von Nüssen auf. Stevan Paul kocht schnelle Teller und Hering in Aspik.

Schnelle Tortilla-Pizza

Diese Pizza ist auch im stressigen Alltag machbar, dank fertiger Tortillafladen. Sie bilden die Basis für Sommertomaten und würzigen Ziegenkäse, Oliven und Basilikum

Treffen sich zwei Weine: Sekt und Champagner

Trotzdem rate ich zur Vorsicht, wenn der Weinhändler Ihres Vertrauens etwas von der Champagner-Methode erzählt, nach der ein Sekt hergestellt wurde (in der Werbung darf der Begriff nicht mehr verwendet werden), und behauptet, man bekäme für weniger Geld ein gleichwertiges Produkt. Man bekommt in der Regel genau das, was man bezahlt, nicht mehr und nicht weniger. Dazu kommt, dass in einer Zeit, wo fast alle Kleidung mit dem Etikett nach außen hergestellt wird, auch der Protzfaktor nicht zu vernachlässigen ist. Und da bleibt echter Champagner unschlagbar.

Terre di Castelmagno, Castelmagno Alpeggio DOP

In Italien gilt junger milder Käse als Vorspeise, während nach dem Hauptgang von jahrelanger Reife ausgetrockneter Hartkäse auf den Tisch kommt – da weiß man dann, wozu die Gemüsemarmeladen und der flüssige Honig gut sind, die dazu gereicht werden.