Riesling

Man nennt den Riesling auch den König der Weißweine, er wurde erstmals 1435 in Rüsselsheim am Rhein erwähnt. Er kam schon früh nach Österreich, wo im Lauf der Zeit eine eigene Stililstik mit hohem Reifepotenzial entwickelt wurde

In Niederösterreich, vor allem in der Wachau, dem Krems- und Kamptal, aber auch im Weinviertel, dem Wagram und Traisental findet der Riesling beste Bedingungen vor. Späte Lese bei höchster Reife sorgt für harmonische und angenehm eingebundene Säure.

Jugendliche Rieslingweine zeigen charmante Fruchtigkeit und Würze und können sich durch Reife zu großen, komplexen Weinen entwickeln. Bei diesen Weinen dominieren die Steinobstaromen von Pfirsich, Marille und exotischen Früchten. Insbesondere das Terroir der Wachau, des Kremstals, Kamptals und Traisentals prägt die Weine mit einer mineralischen Note, die an Schiefer oder Feuerstein erinnert. Riesling reift als Wein langsam und liefert höchste Qualität als Altwein mit rosenartigen Duftnoten. Je nach Reife­grad bildet sich ein angenehmer Petrolton aus, welcher nicht von allen Konsumenten gewünscht wird. Beim späten Befall der Trauben mit Edelfäule entstehen Auslesen und Beerenauslesen von hervorragender Qualität.

Als Speisenbegleiter ist der Riesling durch sein feines Süße-Säure-Spiel außerordentlich vielseitig. Trockener Riesling passt zu Fisch und Meeresfrüchten, aber auch zu hellem Geflügel oder Kalbfleisch. Reif geerntete Rieslinge höchster Qualität eignen sich sogar zur Gans, zur Ente oder gar zu gegrilltem Rindfleisch.

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Gesmokter Fischkebab mit Hummus

Fischkebab lässt sich aus fast allen größeren Fischfilets machen. Geeignet sind Fische, die beim Garen nicht so leicht zerfallen: Seeteufel, Wolfsbarsch, Karpfen oder Wels eignen sich genauso wie Rotbarsch

Hering in Aspik

Menschen, die schon auf ein gerütteltes Maß an Lebenserfahrung und Mahlzeiten blicken, ziehen bereits bei der Erwähnung von Heringssülze scharf die Luft ein

Räucherforelle mit Marktsalat und Meerrettich

Diesen Klassiker serviere ich seit dem Bestehen meiner Räucherei in zahlreichen Versionen, je nach Jahreszeit und Gartenkalender. Falls Sie nicht selbst räuchern wollen, wärmen Sie eine Räucherforelle bei 80 Grad im Backofen auf


Ein Teller von Dieter Biesler: Leipziger Allerlei

Dieter Biesler war einer der stillen Stars des deutschen Küchenwunders in den 1980er-Jahren. Seine Art, den wohlverdienten Ruhestand zu genießen, heißt: Kochen. Besonders gern tut er das im zu einer Profiküche umgebauten Keller eines Freundes. Dort bereitet er uns Leipziger Allerlei und spricht über sein Leben

Kleiner Vogel mit Sirup

Oma hat den ganzen Tag gearbeitet. Oma hatte die Hosen an. Opa war nett. Unverbogen, ein bisschen so wie ich. Sie haben fürsorglich miteinander gelebt. Opa hat morgens um fünf die Schuhe geputzt und Kaffee gekocht; pünktlich um acht Uhr abends sind sie zusammen ins Etagenbett gegangen. Sehr gut kochen konnte sie und Wurst machen, denn sie war vor der ­Heirat in Stellung gewesen. Wir waren geflüchtet und arm und erfinderisch. An besonderen Tagen für uns Kinder haben wir Kreude gekocht. Einen Sirup aus Rüben, der aufs Brot kam. Es gab auch viel Backobst und Kompott, das ich nicht mochte, weil es durch die Kartoffelstärke so schlemperig wurde. Meine Schwester Christel hat sich eher an den Würmern in den Pflaumen und Himbeeren gestört

Bratwurst aus dem Ofen

Es schüttet aus Eimern, das wird nix 
mit Grillen? Die frischen Bratwürste müssen aber heute weg und es schlägt die Stunde dieses genialen Sommer­rezepts für drinnen

Krebsghee (Krebsbutter)

Der Flusskrebs ist ein sogenannter Zehnfüßer, der in Hunderten Arten vorkommt. Die meisten von ihnen leben in sauberem stehendem oder fließendem Süßwasser auf der nördlichen Halbkugel. Sie gehören wie der Hummer zu den Krustentieren und sind ihm auch im Geschmack ähnlich