Effilee 56

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Ein Teller von Johannes King: Trüffelhuhn à la King

Von der täglichen Arbeit am Herd des Söl’ring Hof hat Johannes King sich zurückgezogen, das erledigt heute Jan-Philipp Berner. King ist aktiv mitarbeitender Patron, Gastgeber, Genießer und nicht zuletzt ruheloser ­Unternehmer in eigener Sache

Nahezu vietnamesische Glasnudeln mit gewürztem Hack

Wir fälschen den Geschmack der Küchen der Welt. Alles andere als original, dafür originell, schnell und superlecker. Ein lauwarmer Salat, ein sommerliches Nudelgericht? Fischsauce, Limette und Chili schmecken jedenfalls nach Vietnam, und in der vietnamesischen Küche liebt man das Spiel mit warmen und kalten Komponenten. Hauptsache würzig, dabei leicht und belebend – 
so wie diese herzhafte Bowl

Scheinbar Portugiesischer Bohnen-Gemüse-Eintopf mit Brathähnchen

Wir fälschen den Geschmack der Küchen der Welt. Alles andere als original, dafür originell, schnell und superlecker. Koriander, Lorbeer und Knoblauch in den Topf – schon duftet es nach Portugal pur … Der Broiler kommt vom Imbiss, nicht nur weil es ein Schneller Teller ist. Er bringt diesen köstlichen Brathähnchengeschmack mit

Inari Sushi

Als ich zehn Jahre alt war, gab es bei uns in der Schule das Fach Hauswirtschaft – dort wurde uns die klassische japanische Kochkunst beigebracht. Ich habe es geliebt! Also habe ich zu Hause ein neues Ritual eingeführt: Jeden Sonntag habe ich für die ganze Familie gekocht

St. Galler Bürli

Bürli bedeutet so viel wie kleines Bauernbrot. Es ist ein Klassiker, wird in der ganzen Schweiz gebacken, von Region zu Region sieht es aber ein wenig anders aus. Teils wird es als einzelne Brötchen gebacken, teils aus zwei oder vier Teilen zusammengesetzt. Das bekannteste aller Bürli ist das aus dem Kanton St. Gallen. Dieses ist aus zwei Teilen zusammengefügt und wird traditionell mit der St. Galler Bratwurst kombiniert. Ganz wichtig dabei: Es wird kein Senf dazu gereicht. Denn wenn es nach den Einheimischen geht, haben Brötchen und Wurst genügend Eigengeschmack. Außen sollte das Bürli sehr knusprig sein, innen im Idealfall luftig, aromatisch, aber dennoch feucht. Das gelingt mit einem eher weichen Teig. Die besten Bürlis sind deshalb Handarbeit

Rhabarber-Butterkuchen

Das Titelrezept von Effilee 56 aus dem Frühjahr 2021. Im Prinzip ein Butterkuchen mit Rhabarber: frisch, süß und reichhaltig, genau das Richtige für schwierige Zeiten!

Fast schon Italienische Ofentomate mit Mozzarella

Wir fälschen den Geschmack der Küchen der Welt. Alles andere als original, dafür originell, schnell und superlecker. Tomate, Oregano, Basilikum, schon scheint die italienische Sonne. Die gewürzten Tomaten aus dem Ofen rahmen als aromatisches Tomatenhäckerle sahnige Burrata. Das in Öl pürierte Basilikum hat seinen Geschmack ebenfalls potenziert

Gurke mit japanischem Dressing

Essen ist für mich mit das Wichtigste im Leben. Alles, was man zu sich nimmt, wird bis in die kleinste Zelle vom Körper aufgenommen. Essen ist daher nicht nur Genuss, sondern hat auch viel mit einem bewussten Leben zu tun. Wenn man seinem Körper Gutes tut, spiegelt sich das auch im Inneren

Coq au vin

Den Coq au vin, erzählt Boris Kasprik, kocht er gern im Frankreichurlaub auf dem Campingplatz. Das Huhn muss von bester Qualität sein, der Wein kräftig, aber nicht unbedingt teuer

#59, Winter 2021/2022

Weder Fisch noch Fleisch. Dafür ein vegetarisches Festmahl. Und dann natürlich doch Fleisch, denn Michael Holtz erzählt, wie es war, als er sechs Monate im Schlachthof in Dodge City gearbeitet hatte. Außerdem: Hans-Peter Wodarz, Trüffel in Istrien, Kalbsschwanz im Kosovo und Fastenspeisen in Griechenland.

Karotten und grüne Bohnen mit Sesamsauce

»Ich bin immer darauf ­bedacht, die Speisen so ­zuzubereiten und anzuordnen, dass sie ein perfektes Ganzes ergeben. Speziell bei den Bento-Boxen fühlt es sich für mich an, wie ein Bild zu malen. Alles muss zusammenpassen«

Beinahe spanischer Paprikareis mit Rauchmandeln 
und Feta

Wir fälschen den Geschmack der Küchen der Welt. Alles andere als original, dafür originell, schnell und superlecker. Paprika und Zwiebel kommt 
uns direkt spanisch vor. Dazu das Rauchige der Mandeln, die Salzigkeit des Fetas, süßer Honig und die belebend-säuerliche Schärfe eingelegter Peperoni. Aber bitte nicht 
Paella sagen …

Deutschstunde: Kartoffelsuppe »Deutschlandreise«

Kaum etwas ist deutscher als Kartoffelsuppe: löffelweise Klischees und Vorurteile. Wer allerdings ein bisschen tiefer in den Topf schaut, stellt fest, dass gerade diese Suppe eine globale Geschichte von Eroberung, Kolonialisierung und Auswanderung erzählt – mit Happy End. Denn die Kartoffel war bis zum 16. Jahrhundert außerhalb des präkolumbischen Amerikas unbekannt. Sie spielte dort in der frühen Hochkultur der Inka als Nahrungsmittel eine tragende Rolle, weil sie auch in der großen Höhe der Anden gut gedieh. Als Francisco Pizarro und sein spanisches Überfallkommando 1532 in Peru einmarschierten, kannten die Inka nicht nur über eintausend Kartoffelsorten, sie betrieben auch Kreislauf-Weidewirtschaft und hatten Handelsmärkte etabliert. Das Straßennetz war weiter als das des Römischen Reichs, und die größeren Städte der Inka verfügten über das weltweit erste organisierte Abwasser- und Müllsystem. Die Konquistadoren zerstörten diese Hochkultur

Falsch französischer falscher Schnecken-Toast

Wir fälschen den Geschmack der Küchen der Welt. Alles andere als original, dafür originell, schnell und superlecker. Frankreich fälschen wir durch Kräuter der Provence, Knoblauch und Butter, die Schnecken durch gebratene Seitlinge. Der Biss ist zum Verwechseln ähnlich, und der Geschmack kommt sowieso von der Kräuterbutter