Effilee 7

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Die Letzten, die Pferd machen

Pferdefleisch ist in Deutschland wenig beliebt. Eine Handvoll Enthusiasten steht einer entsetzten Mehrheit gegenüber, für die Pferde zu essen gleich nach Kannibalismus kommt. Doch für einige Spezialitäten braucht man Pferdefleisch, zum Beispiel für den Rheinischen Sauerbraten. Also machte sich Manuela Rüther in Köln auf die Suche nach einem Rossschlachter. Und landete in einem fremden Universum voll seltsamer Geschichten

Blaue Zipfel

Als gehobenes Wirtshausessen zum strammen Biergenuss, wie als Leben erweckendes Katerfrühstück, zu dem zwingend ein weiteres Bier passt, werden die Nürnberger Rostbratwürste in der fränkischen und Oberpfälzer Küche unter dem Namen Blaue Zipfel oder Saure Zipfel angeboten. Das klingt erst mal wohl nicht für jeden verlockend, schmeckt aber zum Seufzen köstlich!

Marokkanischer Linseneintopf mit Lammwurst

Die orientalischen roten Linsen eignen sich perfekt für diesen schnellen Eintopf: Sie sind bereits geschält und werden deshalb wesentlich schneller weich, als die ungeschälten braunen oder grünen Tellerlinse. Sie müssen auch nicht vorab eingeweicht werden. Die marokkanische Gewürzmischung Ras el-Hanout (wörtlich: Chef des Ladens) unterstützt den nussigen Geschmack der feinen Linsen.

Apfelkompott

Für diese Fruchtzubereitung aus frischem Obst werden zum Beispiel Pflaumen, Kirschen, Rhabarber, Birnen oder Äpfel in einer Flüssigkeit wie Wasser, Wein oder Fruchtsaft gekocht. Meist wird mit Zimt, Kardamom, Vanille oder Zitronenschale gewürzt. Kompott wird heiß oder kalt, als einfaches Dessert oder zu Süßspeisen, aber auch zu Käse und Wildgerichten gegessen.

Sopes

Ein Sope sieht auf den ersten Blick wie eine ungewöhnlich dicke Tortilla mit Gemüse und Fleischgarnitur aus. Es ist ein traditionelles mexikanisches Gericht, das aus dem zentralen und südlichen Teil Mexikos stammt, wo es manchmal als Pellizcadas bezeichnet wurde.

Lecker ist auch nur ein weißes Pulver

Wer hat Angst vor Glutamat? Im Westen fast jeder, in Asien kaum einer! Warum ist dieser Stoff, der in jeder Körperzelle vorkommt so umstritten? Und was hat es mit Umami, dem ominösen fünften Geschmackssinn auf sich? Glutamat, oft als Inbegriff des Bösen und künstlicher Zusatzstoff gescholten, ist in Wahrheit ein ganz natürlicher Stoff!

Muscheln mit Spaghetti Safran-aglio e olio

Muschelzeit! Widerlegt wurde im vergangenen Jahr die Legende, dass nach dem Kochvorgang noch geschlossene Muscheln ungenießbar seien. Herausgefunden hat das der australische Meeresbiologe Nick Ruello, der im empirischen Selbstversuch 30 Teller der potentiell gesundheitsgefährdenden Schalentiere testete. Bereits vor dem Kochen geöffnete Muscheln, die sich auch auf zartes Anklopfen hin nicht mehr schließen wollen, müssen allerdings weiterhin vorab aussortiert werden.

Rosinenbrötchen-Arme-Ritter mit Birne

Das süße Resteessen aus altem Brot wird weltweit geschätzt: In England kennt man es als Poor Knights of Windsor und in den USA als French Toast, in Holland heißt es Wentelteefje und in Russland Grenki, in Frankreich wird pain perdu gereicht und in der Schweiz Fotzelschnitten. In dieser Version beleben Rosinenbrötchen, frische Birne und die einfachste Vanillesauce der Welt die armen Ritter.

Steckrübensuppe mit Aal und Backobst

Als Gemüse für Kriegszeiten bekannt, spielte die Steckrübe lange keine Rolle in der Alltagsküche. Doch seit einigen Jahren ändert sich das, und zwar völlig zu Recht: Als hervorragend anpassungsfähiger Geschmacksträger liefert die Steckrübe eine feine Basis, auf der sich andere Aromen elegant entfalten können. Ihre besondere Milde bereitet hier die Bühne für würzigen Räucheraal und süßes Backobst.

Rezept für Zwetschgenknödel

Wenn die Tage kälter und die Nächte länger werden, suchen wir die Wärme. Und finden sie bei kalorienreichen Mehlspeisen wie diesen Zwetschgenknödeln.