Barba Di Frate (Mönchsbart) & Pochiertes Ei

Einst Produkt für die Seifenherstellung, erobert das Salzkraut heute die Küchen. In Italien kennt man es schon länger. Die im gesamten Mittelmeerraum wild wachsende Pflanze wird dort auch angebaut

 

Barba Di Frate (Mönchsbart) & Pochiertes Ei

Für 2 Personen

Botanik

Salsola soda, so der botanische Name, gehört zu den Wegerich- und Salzgewächsen. Es wächst an den Küsten des MIttelmeers. Weil es Kaliumcarbonat bindet, wurde es jahrhundertelang angebaut, um Soda für die Glas- und Seifenherstellung zu gewinnen. Daher der Name.

Kulinarik

In der Küche ist das Salzkraut als Mönchsbart bekannt, die Italiener sagen Barba di frate, Agretti oder auch Roscano. Er ist ein guter Begleiter zu Fischgerichten, aber auch eine spannende Zutat in Salat oder Pasta. Saison ist von Februar bis Ende April. Nur die zarten Stängel der jungen Pflanzen eignen sich für den Verzehr.

Zubereitung

Die Halme waschen und die holzigen Enden abschneiden. Mönchsbart kann roh, kurz blanchiert oder sautiert verwendet werden. Als einfache Beilage reicht es, blanchierten Mönchsbart mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und gutem Olivenöl zu verfeinern. Mit Anchovis und Chili werden die fleischigen Stängel zu einer schnellen Sauce für Spaghetti.

Aroma

Äußerlich leicht mit Schnittlauch zu verwechseln, erinnert das Kraut an frischen Spinat mit einer Prise Salz.

Rezept

  • 1 Bund Mönchsbart
  • 2 Eier
  • Essig
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl
  • Zitrone
  • 1. Zwei Töpfe mit heißem Wasser aufsetzen.
  • 2. Barba di frate von den holzigen Enden befreien und waschen.
  • 3. Die Eier pochieren. 1,5 l Wasser aufkochen, dann 2 Esslöffel Essig einrühren, das Wasser nur noch sieden lassen. Durch Rühren einen inneren Strudel erzeugen. Die Eier jeweils in ein Schälchen schlagen und vorsichtig in die Mitte des Strudels gleiten lassen. Nach 3 Minuten herausschöpfen und auf Küchenpapier trocknen lassen.
  • 4. Den Barba di frate 1–2 Minuten in einem separaten Topf blanchieren. Mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Zitrone verfeinern.
  • 5. Das Ei auf dem Barba di frate anrichten.
Aus Effilee #48, Frühjahr 2019
«
»

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.