Viré-Clessé »La Perrière«, Domaine Sainte Barbe, Burgund, Frankreich

Dirk Würtz im März 2017: Preiswert und spannend – Burgund, nicht nur für Einsteiger

 

Die Bourgogne ist langweilig und teuer und kompliziert und es lebe das Vorurteil! Meines auch. Und deswegen räumen wir jetzt direkt auf mit selbigen. Man muss nur etwas südlicher fahren als Beaune und es öffnet sich eine andere Welt. Im Maconnais. Da gibt es im kleinen Kaff Viré enorm Gutes zu entdecken. 1998 wurden die beiden Appellationen Mâcon-Clessé und Mâcon-Viré zusammengefasst, die damals schon als die besten unter den hiesigen Dorflagen galten.

Der eher schmächtige und drahtig wirkende Jean-Marie Chaland produziert hier einen Viré-Clessé, der andernorts jedem Premier Cru das Wasser reichen könnte. Der Wein bewegt sich irgendwo zwischen einer tollen Säure, einer gewissen Reife und einer fantastischen Salzigkeit. Öko, versteht sich, etwas geriebener Apfel, ein Hauch Parfum, deutlich wenig Schwefel und eine für Kalkböden typisch gepufferte und extrem angenehme Säure. Alles sehr rund, süffig und nicht nur jetzt angenehm zu trinken, sondern durchaus auch mit viel Potenzial ausgestattet. Und das für läppische 16 Euro. La Perrière heißt der Wein genau und zu kaufen gibt es ihn wohl leider in Deutschland nicht. Aber der Kollege in Frankreich verschickt ihn gerne …

Preiswert und spannend – Burgund, nicht nur für Einsteiger
19,90 Euro, alleswein.de
Aus Effilee #40, Frühjahr 2017
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