Königsberger Spaghetti

Meine Mutter überraschte mich mit dieser genialen Nummer: Das urdeutsche Traditionsgericht Königsberger Klopse ist plötzlich näher dran an Italien, als es scheint: Zitrone, Sardelle und Kapern sind ohnehin recht italienisch, die Rindfleischbällchen werden gebraten (das ist wichtig), Polpette also. Mutters Original zeigte ich begeistert auf Instagram (instagram.com/stevanpaul.de), wo es aus dem Stand das meist-gelikte Gericht seit Beginn der Aufzeichnungen wurde. Hier ist das Rezept.

Königsberger Spaghetti

Für 2 Personen
  • 1 Schalotte
  • 60 g weiche Butter
  • 100 ml Vollmilch
  • 50 g Semmelbrösel
  • Kapern aus dem Glas
  • 1 Sardelle
  • 1 Ei (M)
  • 1 TL Dijonsenf
  • 400 g Hackfleisch
  • Salz
  • Muskatnuss
  • 1–2 Msp. fein abgeriebene Bio-Zitronenschale
  • Öl zum Braten
  • Spaghetti nach Hunger
  • 25 g Mehl
  • 100 ml Weißwein
  • 350 ml Rinderbrühe
  • 200 ml Schlagsahne
  • weißer Pfeffer aus der Mühle
  • Zucker
  • Parmesan (optional)
  • 1. Schalotte pellen und fein würfeln, in 20 g Butter glasig dünsten. Mit Milch ablöschen, die Brösel unterrühren. Im Froster rasch abkühlen.
  • 2. 1 Teelöffel Kapern und die Sardelle fein hacken, mit Ei, Senf und den Milchbröseln zum Hackfleisch geben. Mit Salz, einer Prise frisch geriebener Muskat und Zitrone würzen. Gründlich verkneten und kleine Klößchen formen. Die Klößchen in einer großen Pfanne in wenig Öl goldbraun braten, dabei immer in Bewegung halten.
  • 3. Spaghetti nach Packungsanweisung in Salzwasser garen. Mehl und 40 g Butter verkneten. Weißwein in einem Topf 1 Minute offen kochen. Die Reduktion mit Brühe, 2 Esslöffel Kapernflüssigkeit und Sahne auffüllen, aufkochen.
  • 4. Die Mehlbutter mit einem Schneebesen rasch einrühren, unter Rühren offen dicklich einkochen. Die Sauce mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und einem Hauch Muskatnuss würzen. Die Hackbällchen mit 1 Esslöffel Kapern zur Sauce geben. Nudeln abgießen und heiß mit der Sauce vermengen. Optional mit frisch geriebenem Parmesan servieren. 
Zubereitungszeit: 35 Minuten
Meine Meinung …
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Aus Effilee #54, Herbst 2020
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