Étoile de Berru 2010, Adam-Mereaux, André Macionga, Champagne, Frankreich

Vijay Sapre im Februar 2019: Einen Punkt lass ich nur offen, weil ich eine Ahnung habe, was da noch kommt

Die Kinder waren bei Tim Raue eingeladen, während wir uns ein Süppchen beim Imbiss besorgen mussten. Zum Trost gab Marie Raue noch ein Gläschen Champagner aus. Normalerweise gibt es hier Krug, diesmal jedoch – Premiere – den ersten Champagner aus der Edition von André Macionga, dem Sommelier des Hauses. Über seine außergewöhnlichen Kreationen hatte ich schon berichtet; dass er sich jetzt auch noch an die Königsdisziplin getraut hat, nötigt Respekt ab, vor allem, weil es funktioniert.

Das Haus Adam-Mereaux besitzt neun Hektar Rebfläche, zwei Drittel davon in Verzenay, der Rest in Berru. In Deutschland waren die Champagner des Hauses komplett unbekannt. Das wird sich jetzt, mit dem regen Macionga an Bord sicher ändern.

Beim 2010er Étoile de Berru verantwortete er die drei Gramm Dosage, die für ein intensiv weiniges Mundvoll sorgen, ohne an der tänzelnden Frische zu rühren. Erste Liga! Auch wenn der Einfluss begrenzt scheint, passt der Wein auch schon prima in Maciongas Programm. Bis die ersten Jahrgänge auf den Markt kommen, bei denen er schon bei der Auswahl der Grundweine und der Assemblage Hand angelegt hat, werden noch ein paar Jahre ins Land gehen, aber ich habe wenig Zweifel, dass auch die Zwischenjahrgänge bis dahin adäquaten Trost spenden werden.

Einen Punkt lass ich nur offen, weil ich eine Ahnung habe, was da noch kommt
Aus Effilee #48, Frühjahr 2019
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