Brokkoli

Das grüne Kohlgewächs mit den buschigen Schopf aus noch nicht voll entwickelten Blütenständen ist in vieler Hinsicht mit seinem engsten Verwandten, dem, vergleichbar.

 

Ähnlich wie bei dem weißen Kohlblütenkopf verzehrt man vor allem die Blütenstände samt ihres Stängelansatzes. Stängel und Blätter sind ebenfalls essbar, werden in der Küche aber weitaus seltener verwendet. Ähnlich sind sich Brokkoli und Blumenkohl auch im Geschmack, allerdings besitzt der Brokkoli ein kräftigeres Aroma. In puncto Inhaltsstoffe hat der grüne Blütenträger die Nase um Längen vor dem Blumenkohl, vor allem, was Vitamin C und Carotin betrifft.

Ursprünglich kommt der Brokkoli (oder Broccoli, auch Spargel- oder Sprossenkohl, engl. und frz. broccoli, engl. auch sprouting broccoli oder Calabrese) aus Italien. Sein Name (Sg. broccolo) bezeichnet den Kohlspross, abgeleitet vermutlich von ital. „braccio“ bzw. lat. „bracchium“ für Arm. Inzwischen wird das Gemüse, das zur Gruppe der aus dem Wildkohl entwickelten Kohlarten gehört, in ganz Europa, dem subtropischen Afrika und den USA angebaut. In Europa liegen die größten Anbauflächen in Italien und Spanien.

Neben der bekanntesten grünen oder bläulichgrünen Brokkolivarietät gibt es auch gelbe, weiße oder violette Brokkolisorten. Weisen die Blütenstände eines grünen Brokkolikopfes jedoch gelbliche Verfärbungen auf, ist das ein Zeichen dafür, dass das Gemüse alt und überlagert ist. Und diese Zeichen treten beim Brokkoli schnell auf: Im Kühlschrank bleibt er nur ein bis zwei Tage frisch.

Kulinarisch verfährt man mit dem Brokkoli ähnlich wie mit dem Blumenkohl. Nach Entfernen des Strunkes teilt man den Kopf in einzelne Röschen und schält die verbleibenden Stängelansätze, um ein gleichmäßiges Garen zu ermöglichen. Brokkoli lässt sich gut dämpfen oder dünsten und eignet sich auch als Zutat in Aufläufen, Eintöpfen oder als Basis von Suppen oder Soufflés. Als Solo-Gemüsebeilage kann man ihn zum Beispiel mit Butter und Mandelblättchen, mit Muskatnuss oder mit Pinienkernen verfeinern. Wichtig: die Garzeit im Auge behalten, da übergarter Broccoli schnell matschig wird. Fünf bis acht Minuten sind ausreichend, um Brokkoliröschen gar zu dünsten oder zu dämpfen.

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