Halbwissen: Wasabi

In Japan gehört der Wasabi zum Sushi wie hier der Senf zur Wurst. Frisch ist der Wurzelstock hierzulande nur schwer zu bekommen, beeindruckt aber mit einer einzigartigen Schärfe

 

Der Wasabi ist wie auch Meerrettich ein Kreuzblütengewächs. Wild wächst er in Japan an leicht fließenden, mineralstoffreichen Gewässern bei kühlen Temperaturen. Mittlerweile kann Japan seinen Eigenbedarf an Wasabi nicht mehr decken, weshalb er auch in Kulturen in den USA, Taiwan und China angebaut wird.

Aufgrund seines limitierten Anbaugebiets ist frischer Wasabi mit Kilopreisen von bis zu 400 Euro sehr teuer. Eine Alternative sind fertige Pasten. Doch anstelle von Wasabi enthalten sie meist eine Mischung aus Meerrettich, Senfölen und Farbstoffen. Ein besserer Ersatz ist Wasabipulver, welches mit Wasser zu einer Paste angerührt wird.

Wasabi-Erbsen im Handel enthalten in der Regel auch ein bis zwei Prozent Wasabi. 2009 musste ein Lebensmittelkonzern zum Vorwurf der Täuschung Stellung nehmen, da in seinen Erbsen keine Spur von Wasabi zu entdecken war. Das Unternehmen argumentierte so: Da die meisten Kunden gar nicht wüssten, was Wasabi sei, könne man sie auch nicht täuschen. Das Gericht sah das anders – und verbot die Bezeichnung für die Fake-Erbsen.

Man unterscheidet zwischen dem besonders scharfen Matsuma und dem etwas milderen Daruma Wasabi. Frisch hat er eine ausgeprägte, leicht süßliche Schärfe.

Der Teil, der benutzt wird, ist der Wurzelstock. Traditionell wird er auf einem mit rauer Haihaut bespannten Brett gerieben. Häufiger nimmt man eine feine Reibe zur Hand und gibt den Wasabi immer ganz frisch zu den Speisen, damit er sein volles Aroma behält.

Avocado-Wasabi-Dip

  • 1 Avocado
  • 1 EL Joghurt
  • 2 EL Wasabipulver
  • 2 EL Wasser
  • Limette
  • 1 TL helle Sojasauce
  • Salz
  • Koriander
  • 1. Avocado und Joghurt zu einer cremigen Masse mixen.
  • 2. Wasabipulver und Wasser zu einer homogenen Paste anrühren und zur Avocadocreme geben.
  • 3. Mit Limettensaft, heller Soja­sauce und Salz abschmecken.
  • 4. Etwas Koriander fein hacken und dazugeben.
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