Lorchhäuser Seligmacher von Weingut Sohns aus Rheingau, Deutschland

Spannend wird es immer, wenn man mehrere Weine aus der gleichen Lage im Glas hat und versucht, den roten Faden zu finden. Manchmal geht das, oft auch nicht. Denn noch entscheidender als die Herkunft ist die Machart eines Weines. Die kann so dominant sein, dass ein eindeutiges Zuordnen eher Rätselraten ist. So auch kürzlich mit drei Weinen aus der Lage Lorchhäuser Seligmacher. Lorchhausen ist quasi das nördlichste Ende des Rheingaus. Eigentlich beinahe schon am Mittelrhein. Es ist eine eigene Welt. Die Weine sind kühler als die aus dem restlichen Rheingau und meist einfach zu erkennen. Vorausgesetzt man hat den einen oder anderen Liter davon getrunken.

Mit Eva Fricke und August Kesseler standen zwei namhafte Vertreter auf dem Tisch. Mit dem 2015er vom Weingut Sohns ein eher unbekannterer Weingut – das sich nicht verstecken musste. Im Gegenteil. Ein typischer Familienbetrieb, der Junior Pascal ist bereits die vierte Generation, die ganze Familie arbeitet mit. Die Weine werden Jahr für Jahr besser und gewinnen an Präzision und Klarheit. Der 2015er Lorchhäuser Seligmacher ist in dieser Hinsicht kaum zu überbieten. Feinste Gelbfrucht, und eine unfassbar animierende Säure sorgen für überbordenden Trinkfluss, das Wichtigste, was ein Wein haben sollte. Der Wein kostet lächerliche 10,50 Euro. In Anbetracht der Tatsache, dass das Ganze eine Steillage ist, ist das quasi ein selbstausbeuterisches Geschenk des Winzers an uns Trinker.

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: Mehr Wein für so wenig Geld geht kaum noch!

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