Pflaumen

Pflaumen gibt es in vielen Sorten. Bei uns am bekanntesten sind die blauen, runden oder ovalen Sommer- und Eierpflaumen sowie länglichen Zwetschgen, die gelben, runden Mirabellen und die grünen Rene­kloden. Die populärsten japanischen Pflaumen heißen Susinen, sie sind dunkelblau, groß und rund mit gelben Fruchtfleisch.
Pflaumen sollten prall und weich sein, aber nicht schrumpelig. Gute Qualität erkennt man an der wachsartigen Schicht, die die Früchte umgibt und sie vor dem Austrocknen schützt. Pflaumen werden im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt oder halbiert und entsteint eingefroren.

Likör

1. 1 kg geputzte und entsteinte Pflaumen mit 700 g braunen oder weißen Kandis in ein Tongefäß geben. Mit 1 l Grappa, Wodka, Rum oder 96-prozentigem Alkohol übergießen, gut verschließen und ca. 6 Wochen stehen lassen.
2. Durch ein Sieb gießen und in Flaschen abfüllen. Tipp: Der Liköransatz kann durch die Zugabe von Zimtstangen, Anis, Nelken und Vanilleschoten verfeinert werden.

Stulle

Eine Scheibe Weißbrot dick mit Mandelmus bestreichen und mit frischen Pflaumenspalten belegen.
Sauce

Passt gut zu Wildgerichten:
Eine geviertelte rote Zwiebel in Olivenöl anschwitzen. 300 g in Spalten geschnittene Pflaumen zugeben, mit 50 g braunem Zucker bestreuen und so lange rühren, bis sich der Zucker gelöst hat. Mit 100 ml Rotwein und 250 ml Wildfond ablöschen. Auf kleiner Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Mit etwas Butter montieren.

Gefüllte Pflaumen

1. Den Ofen auf 220 Grad vorheizen. Frühstücksspeck in wenig Öl knusprig braten, abkühlen lassen.
2. Getrocknete Pflaumen halbieren und eine kleine Mulde hineindrücken. Diese mit klein geschnittenem Cheddar oder Parmesan füllen.
3. Speck zerkrümeln und auf die
Pflaumenspalten verteilen. Im Ofen
ca. 10 Minuten garen.

Umeboshi

Die japanischen Trockenpflaumen, die botanisch zu den Aprikosen gehören, schmecken sehr salzig und sauer. Sie werden zu Reis serviert oder wie ein Gewürz verwendet. Japaner essen sie schon morgens zum Tee. So stellt man sie her:

1. 1 kg grüne japanische Pflaumen (Ume) putzen und über Nacht in kaltes Wasser einlegen. Abtrocknen und in 1 Tasse
Sh-oōch-uū (japanischer Getreide- oder Kartoffelschnaps) oder Wodka einlegen.
2. 100 g rote Shiso-Blätter mit 30 g Meersalz einreiben und ausdrücken. In einem Gefäß 100 g grobes Meersalz, Pflaumen und Shiso-Blätter schichten, mit einer Salzschicht abschließen. Mit einem Teller abdecken, diesen beschweren und mit einem Küchentuch abdecken. 2 Wochen an einem kühlen, dunklen Ort milchsauer vergären lassen, bis die Pflaumen komplett mit dem ausgetretenen Ume-Essig bedeckt sind.
3. Die Pflaumen und die ausgedrückten Shiso-Blätter 3 Tage an einem gut belüfteten Ort an der Sonne trocknen, dabei täglich wenden. Die fertigen Trockenpflaumen im Ume-Essig aufbewahren.

Pralinen

1. 12 getrocknete, grob gewürfelte Pflaumen und 100 g Walnüsse in einem Mixer hacken.
2. 3 Teelöffel Kakao, 3 Teelöffel Honig, Mark einer Vanilleschote und eine Prise Zimt unter die Pflaumenmasse rühren, zu Kugeln formen.
3. Zesten einer Orange mit 3 Esslöffel Zucker mischen, die Pflaumenkugeln darin wälzen. Die Pralinen können sofort gegessen werden.

Meine Meinung …
«
»

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.