Das Glück des Winzers

Bei Lyon ändert die Rhône ihren Lauf. Von nun an fließt sie nach Süden, schnurstracks aufs Mittelmeer zu. Entlang ihrer Ufer erstreckt sich eine der ältesten Weinregionen Frankreichs. Es scheint, als lebte in jedem Dorf mindestens ein Dutzend Winzer. Viele sind leicht zu finden, aber manchmal endet die Suche auch auf dem freien Feld oder vor einer Tür mit dem Schild »Cave fermée«. Doch gerade hier verbergen sich die spannendsten Weine – und Menschen

 

Der verliebte Elsässer


In Vienne, etwas südlich von Lyon, beginnt die Weinregion Vallée du Rhône. Knapp 200 Kilometer, bis hinunter nach Avignon, zieht sie sich am Fluss entlang. Sanfte Hügel und dahinter die Ausläufer des Zentralmassivs und der Alpen prägen die Landschaft. Im Sommer und Herbst wird hier neben dem Wein reichlich Obst geerntet: Pfirsiche, Kirschen und Aprikosen. Jetzt im späten November liegt alles brach, wirkt karg und bis auf die rotbraunen Erdschollen der Felder ein bisschen farblos. Auf der einen oder anderen Hügelkuppe kauert eine Burg­ruine, darunter schlängelt sich die Rhône durch das Tal. 


Das Vallée du Rhône ist bekannt für die Vielfalt seiner Weine, die es den sehr unterschiedlichen Gegebenheiten in den Weinbergen verdankt. Im Norden finden sich mit dem Côte Rôtie und dem Hermitage die prestigeträchtigsten Weine der Region, der südliche Teil steht in erster Linie für den neuen Star der Weinszene: den Châteauneuf-du-Pape. 


Die Ortschaften und Städtchen entlang der Rhône sind klein, überall findet man Wegweiser zu Kirchen, Friedhöfen, alten Burgen – und zu Domaines, Weingütern. Wir sind mitten auf dem Land. 


Gangloff ist vor zwanzig Jahren an die Rhône gekommen, verliebte sich und verlängerte seinen Besuch bis heute

Etwa zehn Kilometer südlich von Vienne liegt Condrieu. Hier lebt und arbeitet Yves Gangloff. Nur wenige kennen Gangloffs Weine, was jedoch keine qualitativen, sondern allein quantitative Gründe hat. Versteckt in den Gassen des Ortes Condrieu liegt der Keller des qualitätsbesessenen Winzers, der auf fünf Hektar eine winzige Menge Condrieus und Côte Rôties der absoluten Spitzenklasse produziert. Gangloff stammt aus dem Elsass. Er ist vor zwanzig Jahren an die Rhône gekommen, eigentlich nur, um seinen Bruder zu besuchen. Doch dann kam alles anders als geplant: Gangloff verliebte sich und verlängerte seinen Besuch bis heute. 


Die verkosteten Weine reichten in ihrer Bandbreite von einem wuchtigen Condrieu, erzeugt aus der weißen Rebsorte Viognier, über Fassproben von Syrahs aus unterschiedlichen Parzellen bis zu gereiften Côte Rôties aus den mittleren 90er Jahren. Besonders spannend war die geschmackliche Vielfalt der Syrahs, die sich noch in den Fässern befanden. Angesichts ihrer unterschiedlichen Charaktere wollte man kaum glauben, dass es sich im weitesten Sinne um ähnliche Weine handelte. Jedes Jahr gelingt es Gangloff, diese Weine zu seinen Côte Rôties zu vermählen – allen voran die Spitzen-Cuvée Sereine Noire aus den Lagen Mollard (Granit) und Rozier (Schiefer) sowie La Barbarine von jüngeren Rebbeständen. Die dazu passenden, zauberhaften Etiketten entwirft sein Bruder. 


Die Familienbande 


Eine knappe Autostunde weiter südlich liegt Tain l‘Hermitage, die bekannteste Ortschaft der Gegend und ein kleiner Verkehrsknotenpunkt, denn hier kreuzt die Route Nationale die Rhône. Die steilen Weinberge ringsum gehören zur Appellation St. Joseph. Aus dem Städtchen kommt nicht nur Wein, Tain l‘Hermitage ist auch die Heimat der berühmten Valrhona-Schokolade. Tagsüber schieben sich Touristen durch die Produktionsstätte und den zugehörigen Verkaufsladen, doch abends werden die Bürgersteige früh hochgeklappt. Die engen Gassen sind menschenleer, eine warme Mahlzeit ist nach neun Uhr nur mit viel Hartnäckigkeit aufzutreiben. 


Im Keller der Clapes lagern unterschiedliche Jahrgänge Flaschen und Staub. Die ältesten stammen aus den 50er Jahren

Die Domaine Clape befindet sich in Cornas ganz in der Nähe von Tain l‘Hermitage. Das Dorf zählt knapp über 2000 Einwohner. Gelbe und graue Häuser drängen sich zwischen der Rhône und den Weinbergen an der Route Nationale. Auch der Weinkeller der Clapes liegt direkt an dieser Hauptverkehrsader. Die Fassade des Hauses ist vollkommen unscheinbar, dahinter tut sich eine rumpelige Lagerhalle auf. Ein Fahrstuhl führt hinab in den Keller, in dem auf wenigen Quadratmetern wie im Bilderbuch mächtige Eichenholzfässer neben eingestaubten Flaschen stehen. 


Fachsimpeleien um das Zusammenspiel von Wein und Essen behagen Auguste Clape gar nicht. Er isst zu seinem Wein am liebsten das Wild, das in seinen Weinbergen lebt

Auguste Clape könnte ebenfalls einem Bilderbuch entstammen. Er ist klein, bewegt sich langsam und bedächtig und strahlt immer noch die Autorität des Familienoberhauptes aus. »C‘est bon, eh?«, fragt er, als sein Besuch einen 50 Jahre alten Syrah aus dem Fass kostet, und zieht das faltige Gesicht zu einem Grinsen. Sein Sohn Pierre-Marie, redegewandt und mit den Medien vertraut, ist für die Kommunikation zuständig. Er freut sich über die Gelegenheit, seine Englischkenntnisse zu präsentieren. Olivier Clape, der Enkel, hält sich schüchtern zurück.


Um einen Wein in die Flasche zu bringen, arbeiten alle drei Generationen zusammen. Ob sie sich dabei immer einig sind? »Naja, ab und an gibt es schon ein paar Meinungsverschiedenheiten«, gibt Pierre-Marie zu. Dann schauen sich die drei an und lachen. 


Anstatt seine Trauben wie bis dahin üblich an die ortsansässige Kooperative zu verkaufen, füllte Clape seine Weine unter dem Namen Cornas selber ab und vertrieb sie unter eigener Regie – dabei ist es geblieben

Am frühen Morgen treffen wir Olivier Clape, um mit ihm die etwa 80 Hektar große Appellation Cornas etwas südlich von Tain zu besichtigen. Wir fahren in die beeindruckend steilen Weinberge, die einem natürlichen Amphitheater ähneln. Die Arbeit an den bis zu 100 Jahre alten Reben ist hart, denn das Terroir wird von kalk- und kieselhaltigem Granit beherrscht. Doch eben dieses Terroir macht die Weine des Hauses Clape zu dem, was sie sind.


Die Familie Clape hat sich die Bewahrung des alten Rebbestands und die Fortführung alter Traditionen auf die Fahne geschrieben. In den 50er Jahren brach Auguste Clape mit den örtlichen Gepflogenheiten: Anstatt seine Trauben wie bis dahin üblich an die ortsansässige Kooperative zu verkaufen, füllte er seine Weine unter dem Namen Cornas selber ab und vertrieb sie unter eigener Regie – dabei ist es geblieben. Das Weingut ist heute eines der Aushängeschilder der nördlichen Rhône. Das verdankt es einem hohen Qualitätsbewusstsein, der natürlichen Vorgabe der Weinberge und einem entschiedenen Purismus im Weinkeller: kein Ausbau in Barrique, sondern in Fudern unterschiedlicher Größe, keine Schönung, keine Filtrierung. 


Die geographische Lage Cornas’ mit ihrem kontinentalen Klima verschafft Clapes Weinen bei aller Kraft und Wucht auch eine üppige Frucht und Mineralität, was sich vor allem beim Cornas Renaissance feststellen lässt, der aus den jüngeren Weingärten im flacheren Teil des Geländes kommt. Das Flaggschiff des Hauses, der Cornas, besticht durch Fleischigkeit, Erhabenheit und Potenzial für eine sehr lange Flaschenreifung. Dieses Potenzial wird einem noch mal deutlich vor Augen geführt, wenn die Clapes von Weihnachten erzählen: Nach alter Tradition verkostet die Familie zum Fest jeweils einen Jahrgang aus jeder Dekade. Die Erinnerung daran sorgt bei den drei Winzern für strahlende Augen. 


Der Handarbeiter


Etwas nördlich von Cornas liegt am anderen Ufer der Rhône das Dorf Mercurol. Hier soll Yann Chave leben. Doch der Wegweiser zu seiner Domaine führt auf einen Feldweg, der kurz darauf an einem Hang endet. Straßenschilder sind nicht zu sehen, die wenigen Häuser und Höfe haben keine Hausnummern. Auf den umliegenden Höfen kann niemand Auskunft geben, auch der Rat eines Polizisten, der an einem Kreisel mit ruhiger Würde den Verkehr regiert, führt nur auf Abwege. Erst an einer Autowerkstatt erklären zwei Angestellte: »Yann Chave? Na klar kennen wir den, der wohnt gleich nebenan.« Gleich nebenan steht ein gelbes Haus, an das sich ein Hof, ein Gerätehaus und Lagerräume anschließen. Am Tor steht kein Name. »Man will ja nicht von allen gefunden werden«, erklärt Chave später.


Yann Chave verkauft nur einen geringen Teil seines Weins in Frankreich. Die meisten Flaschen sind für den Export bestimmt

Yann Chave ist 38. Vor zwölf Jahren hat er das Weingut von seinen Eltern übernommen. Zuvor hat er einige Zeit in Paris gearbeitet, aber die Großstadt hat ihm nicht wirklich gefallen. Sein Keller besteht aus zwei Räumen: einer ebenerdigen Halle mit großen Stahltanks und einem kleineren Raum mit Eichenholzfässern. Alles sieht noch recht neu aus.


Anfangs wirkt Yann Chave eher verschlossen und sehr sachlich. Das Fotografieren ist ihm sichtlich unangenehm. Von den Touristen, Weinspezialisten und Journalisten, die zu ihm kommen, erzählt er ebenfalls in einem nicht gerade begeisterten Ton. »Sie fotografieren alles, aber sie stellen kaum Fragen. Die sind irgendwie oberflächlich.« Doch während des Gesprächs taut er zunehmend auf. Für ihn steht fest: »Wenn ein guter Binnenmarkt vorhanden ist, wird auch gute Qualität für den Export produziert. In Deutschland sind euch die Autos wichtig, hier in Frankreich ist es der Wein. Selbst wenn die Franzosen einmal nicht so viel Geld haben, werden sie weiter Wein kaufen.« 


Die Handlese findet so spät wie möglich statt, ohne dass die Grenze zur Überreife überschritten wird

Yann Chave wendet die an der Rhône wenig verbreitete Methode der kompletten Entrappung der Reben an, durch die seine Erzeugnisse einen besonderen Charakter bekommen. Die Handlese findet so spät wie möglich statt, ohne dass die Grenze zur Überreife überschritten wird. Die verwendeten natürlichen Hefen tun ihren Teil, um den Weinen ihre Lebendigkeit, Ausgewogenheit und eine geschliffene Frische zu verleihen. Das spiegelt sich besonders im Crozes-Hermitage Le Rouvre wieder.


Der Weinberg selbst erinnert entfernt an den bekannten Hügel über Hollywood: In großen Lettern stehen da die Namen der berühmten Domaines Chapoutier und Jaboulet unterhalb der viel fotografierten Kapelle – es ist schon etwas befremdlich, wie mit dem altehrwürdigen Hermitage billige Reklame gemacht wird.


Das Terroir der 126 Hektar großen Appellation auf dem Granituntergrund ist sehr unterschiedlich: Im Les Bessards dominiert sandiger Kies, im Le Méal Kalk, im La Chapelle Sand und Lössböden. So variantenreich der Boden ist, so verschieden sind die Weine. In guten Jahren kann man sowohl die roten als auch die weißen Vertreter zu den besonderen Weinen dieser Welt zählen. Spezielles Augenmerk sollte man dem weißen Hermitage aus den kalkhaltigen Parzellen zukommen lassen.


Vater und Sohn


Freude über die gute Südlage – selbst Ende November gibt es noch ein paar Sonnenstrahlen

Von der Kapelle aus bietet sich ein atemberaubender Blick über den Ort auf die Weinberge der Appellation St. Joseph, die am Westufer der Rhône liegen. Dort liegt in Mauves, einer kleinen Gemeinde zwischen Tain l‘Hermitage und Cornas, der Keller von Jérôme und Pierre Coursodon. Vor kurzem hat der 34-jährige Pierre das Weingut von seinem Vater übernommen, er produziert zur Zeit ungefähr 5000 Flaschen pro Jahr. Über dem eigentlichen Keller befindet sich ein kleiner Empfangsraum, in dem einige Koch- und Reisebücher und eine Broschüre über die Domaine Coursodon ausliegen. An der Wand hängt eine Karte des Weinbaugebietes, in der Ecke steht ein Gestell mit Gläsern zum Verkosten. Eine Wendeltreppe führt hinunter zu den mächtigen Eichenholzfässern im Keller, der als einziger Teil des Hauses unbeschadet den Zweiten Weltkrieg überstanden hat. Ob Pierre Coursodon mit seinem Vater, der im Weingut noch aktiv ist, gut klarkommt? Er lacht: »Naja, es ist nicht immer ganz einfach …« Aber er will sich trotzdem weiter an die Linie seines Vaters halten. 


Im Winter kann Pierre Coursodon gemächlich durch seinen Weinberg spazieren. Aber im Herbst ist es Schweißarbeit,
die steilen Hänge abzuernten

Lange Zeit galten die Weine aus St. Joseph als kleine Stiefschwester des großen Hermitage, und tatsächlich fehlen den dortigen Hängen aufgrund ihrer östlichen Ausrichtung im Vergleich zur Hermitage etwa zwei Stunden Sonne. Doch das bringt andererseits etwas mehr Leichtigkeit in die Flasche. Das Weingut ist eines der renommiertesten der Gegend. Jedes Gewächs der gleichnamigen Domaine stammt aus den besten Lagen des Gebiets, und so sind die Weine entsprechend hochwertig: etwa der konzentrierte Paradis de St. Pierre oder auch die geringfügig verspielteren L‘Olivaie und Sensonne. Der weiße St. Joseph, der aus der Rebsorte Marsanne erzeugt wird, strotzt vor Kraft, ohne seine Lebendigkeit zu verlieren.


Die Legende


Bei der Weiterfahrt nach Süden in Richtung Châteauneuf-du-Pape passieren wir Valence und Montelimar, das für seinen Nougat bekannt ist. Schon aus weiter Ferne erkennt man die Umrisse des Mont Ventoux, zu dessen Füßen unser Ziel liegt. Im Mittelalter beherbergte Châteauneuf-du-Pape die Sommerresidenz der Exilpäpste aus Avignon. Heute ist es ein touristisches Städtchen, umgeben von Weingütern mit klangvollen Namen: Marcoux, Beaucastel, Pegau, Mont Redon, Janasse, le Cailloux, Clos de Pape. Die Weine haben allesamt beste Bewertungen der Weinkritiker erhalten, sie sind von hoher Konzentration, hohem Extrakt und kräftigem Alkohol (mindestens 13,5 Volumenprozent). Die vorherrschende Rebsorte ist Grenache, teilweise verschnitten mit Mourvèdre, Syrah und Cinsaut. 


Die Legende

Zutritt zu seinem Keller erhalten nur wenige Eingeweihte. Für alle anderen verkündet das Schild am Eingang: »Cave fermée«

Der heimliche Star der Gegend heißt Henri Bonneau. Zutritt zu seinem Keller erhalten nur wenige Eingeweihte. Für alle anderen verkündet das Schild am Eingang: »Cave fermée«. 


Jeder spricht über seine Weine – aber die wenigsten haben das Vergnügen, sie auch zu probieren. Wer es schafft, eine Flasche zu ergattern, wird ein unvergessliches Erlebnis haben: Châteauneuf in seiner ursprünglichen Form! Das verdankt der Wein einem erklärten Purismus und dem traditionellen Ausbau in teils uralten Fässern.


Henri Bonneau und sein Châteauneuf-du-Pape

Nach kurzem Klingeln am Haupteingang öffnet Frau Bonneau und begrüßt uns schüchtern. Es vergehen ein paar Minuten, bis Henri Bonneau sich zu uns gesellt. Sein Charisma füllt sofort den Raum. Es entwickelt sich ein kurzes Gespräch, bei dem Bonneau freundlich und humorvoll Anekdoten aus seiner Zeit als Militärkoch in Algerien zum Besten gibt. Dieser Mann nimmt sich nicht wichtig, obwohl ihm die gesamte Weinwelt zu Füßen liegt.


Anschließend begleitet uns Bonneaus Sohn in den verwinkelten Weinkeller, wo wir Wein aus vielen, vielen Fässern probieren, die in dunklen, mit Spinnweben verhangenen Ecken stehen. Auf die Frage, was wir denn nun verkosten, bekommen wir immer die gleiche Antwort: Grenache aus dem Jahr … Erst nach langer Lagerung im Fass entscheidet Henri Bonneau, welcher Wein in welche seiner Cuvées gelangt. Dabei gibt es nur einen roten Faden: Die Weine der Toplage Le Crau schaffen es meist in die Spitzen-Cuvée Reserve de Célestins. Allerdings ist es absurd, bei Bonneau überhaupt von Spitzen-Cuvées zu sprechen, denn jede seiner Flaschen, randvoll mit Glück, ist ein Unikat. Interessant ist auch der Tafelwein Les Rouliers, der ohne Jahrgangsangabe abgefüllt wird: Hier vermählen sich Finesse und Kraft zu einem durchaus erschwinglichen Preis.


Den Zeitpunkt der Abfüllung, sagt er, bestimme er danach, wann er Geld brauche

Als wir versuchen, das Geheimnis seiner Qualität zu ergründen, erklärt uns Henri Bonneau leicht verschmitzt: »Eigentlich mache ich gar nichts. Ein Winzer soll im Keller möglichst wenig Einfluss auf den Wein nehmen.« Den Zeitpunkt der Abfüllung, sagt er, bestimme er danach, wann er Geld brauche. Einen Hinweis gibt aber zumindest die Tatsache, dass die Jäger der Region Bonneau lieben, denn seine Parzellen sind zwischen den Reben bepflanzt und stellen dadurch eine letzte Zuflucht für Kleinwild dar. 


Das Geheimnis ist also nicht gelüftet, doch unstrittig ist, dass diese Weine für kleine Ewigkeiten gemacht sind. Unser Besuch gipfelt in der Verkostung einer Flasche 1998 Cuvée Special, einem Monument von einem Wein mit 16,7 Volumenprozent Alkohol, der auf das Feinste in den brachialen Körper eingebunden ist. Dieser Wein wird die nächsten 50 Jahre schadlos überstehen – eine zukünftige Legende. 


Aus Effilee #3, Mar/Apr 2009
«
»

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.