Restaurantkritik: Emma Wolf in 68161 Mannheim, Deutschland

  • Autor: Ingo Scheuermann

Immer mehr sehr gute Küchenchefs kehren der Spitzengastronomie den Rücken, um in entspannter Atmosphäre einfach gut zu kochen und Spaß zu haben. Dennis Maier hatte als Statthalter und Küchenchef von Amadors Sra Bua ein klares Ausrufezeichen gesetzt. In Rückbesinnung auf seine Großmutter Emma Wolf hat er lange an einem neuen Konzept gefeilt, das mit Eröffnung des neuen Q6/7-Centers in Mannheim endlich realisiert wurde. Die Location im Basement neben allerlei anderen gastronomischen Konzepten ist nicht optimal, hat man aber in der recht kleinen Gaststube Platz genommen, wird man aufs Beste verwöhnt.

Die Karte schlägt ein 5-Gang-Menü zu 75 Euro vor und hält ­verschiedene, auch vegetarische und sogar vegane ­A-la-carte-Gerichte parat. Ganz besonders gefallen hat uns das gebeizte Reh bester Provenienz, butterzart, das Maier mit Grünkohl, Püree aus schwarzen Johannisbeeren und einer nature gehaltenen Rehjus präsentiert. Säure, Würze, Erdigkeit und vor allem Natürlichkeit schlagen einem entgegen – letztlich soll das Produkt wirken! Ebenso hervorragend zeigte sich der Saibling in zwei Temperaturen und Texturen (roh/kalt und pochiert/lauwarm), der sich mit Sauerkrautsaft und schwarzem Rettich auf einen interessanten Austausch einlässt und durch herrlich abgestufte saure Nuancen schraffiert und betont wird – herrlich! Wir sind uns sicher, dass sich dieses Konzept durchsetzen wird. Die Küchenleistung ist bereits jetzt sehr gut ist, hat aber sogar noch Luft nach oben.

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Emma Wolf: Sehr gute ›Bistro-Küche‹ mit Sinn, Verstand und Spaß zum Verwöhnenlassen

Emma Wolf


68161 Mannheim
Q7 1-5
Deutschland
www.emmawolf1920.com

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