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Fisch filetieren

Viele Men­schen haben unnö­ti­gen Respekt davor, einen Fisch selbst zu file­tie­ren und grei­fen lie­ber zu fertig

Viele Men­schen haben unnö­ti­gen Respekt davor, einen Fisch selbst zu file­tie­ren und grei­fen lie­ber zu fer­tig geschnit­te­nen Filets oder ver­zich­ten gar ganz dar­auf, Fisch zu Hause zuzu­be­rei­ten. Dabei ist Fisch nicht schwe­rer küchen­fer­tig zu prä­pa­rie­ren als Fleisch – und die (geringe) Mühe lohnt sich. Ers­tens sind Filets vom Fisch­händ­ler in puncto Fri­sche beim Ein­kauf kaum zu beur­tei­len. Zwei­tens ist ein gan­zer Fisch län­ger halt­bar als ein bereits file­tier­ter – jeden­falls dann, wenn er bereits aus­ge­nom­men ist, wovon man in der Regel aus­ge­hen kann. Drit­tens ist ein gan­zer Fisch im Ver­hält­nis preis­güns­ti­ger als ein Filet. Und schließ­lich kann man auch mit den „Schnitt­ab­fäl­len“, den Kar­kas­sen und Par­ü­ren, noch etwas anfan­gen, näm­lich einen her­vor­ra­gen­den Fisch­fond zubereiten.

Anlei­tung

Ein han­dels­üb­li­cher Rund­fisch (in die­sem Fall eine Dorade, im Film ein Loup de Mer) wird wie folgt filetiert:

Den aus­ge­nom­me­nen und geschupp­ten Fisch gründ­lich von außen und innen waschen und tro­cken tup­fen. Dabei wird man auch fest­stel­len, ob die Galle beim Aus­neh­men sau­ber ent­fernt wurde. Wird sie näm­lich ver­letzt, so macht ihre grün­li­che Flüs­sig­keit das umge­bende Fisch­fleisch bitter.

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Mit einem schar­fen Mes­ser den Fisch direkt hin­ter dem Kopf bzw. den Kie­men in einem Bogen bis zur Mit­tel­gräte ein­schnei­den. (Gele­gent­lich wird emp­foh­len, zuvor einen Schnitt auf dem Rücken vom Kopf bis zum Schwanz auf der Haut anzu­set­zen. In die­sem Fall sollte der Schnitt direkt hin­ter dem Kopf begin­nend an der Mit­tel­gräte ent­lang und nur so tief geführt wer­den, dass das Mes­ser die Wir­bel­ge­lenke berührt.)
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Nun das Mes­ser flach auf der Mit­tel­gräte bis zum Schwanz ent­lang­füh­ren und dabei das Filet von der Gräte lösen. Um einen glat­ten, sau­be­ren Schnitt zu erzie­len, sollte ein mög­lichst lan­ges und schar­fes Mes­ser (siehe Bild) ver­wen­det, mit lan­gen, gleich­mä­ßi­gen und die ganze Klin­gen­länge nut­zen­den, Säge­be­we­gun­gen geschnit­ten wer­den. (Han­delt es sich um einen gro­ßen Fisch mit star­ken Grä­ten und sind Steh­grä­ten zu durch­tren­nen, eige­net sich evtl. ein Mes­ser mit Wel­len­schliff — ggfs. das Brotmesser.)

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Anschlie­ßend den Fisch wen­den und das zweite Filet auf die glei­che Weise aus­lö­sen. Von den Filets noch den fet­ten Bauch­lap­pen ent­fer­nen (kann im Fisch­fond ggf. mit ver­ar­bei­tet wer­den). Nun hat man zwei Filets mit Haut zur wei­te­ren Verarbeitung.

Wer die Haut ent­fer­nen möchte, löst sie am Schwan­zende vor­sich­tig ein Stück weit vom Filet ab, hält dann mit einer Hand das abge­löste Haut­stück gut fest und schnei­det mit einem schar­fen, bieg­sa­men Mes­ser (File­tier­mes­ser), flach auf der Haut geführt, von der Hand weg. Dabei leicht sägende Bewe­gun­gen ausführen.

22. Februar 2006
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