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Milch

Das Drüsensekret der Kuh, genauer gesagt, eine Emulsion aus Wasser (ca. 87%), Eiweiß (ca. 3,5%), Kohlenhydraten (ca. 5%), Fett (ca. 3-4%) und Mineralstoffen (Kalzium, Magnesim, Natrium).

Milch Kännchen Milch

Milch ist die universale Babynahrung aller Säugetiere. Menschen trinken meist Kuhmilch, aber auch Ziegen-, Schaf-, Büffel-, Kamel-, Yak-, Rentier-, Esel- und Stutenmilch. Milch ist der wichtigste Kalziumlieferant in der Ernährung, enthält aber auch wertvolles Milcheiweiß, Milchfett mit Vitamin A und Karotin und Milchzucker (Laktose). 2/3 der Weltbevölkerung haben eine Laktose-Unverträglichkeit, das heißt im Darm bildet sich kein Milchzerlegungsenzym (Laktase). In Asien ist diese Unverträglichkeit am meisten verbreitet.

Milch wird mit verschiedenen Fettgehalten angeboten:

  • Vollmilch mit 3,5-4% Fett
  • fettarm mit 1,5-1,8% Fett
  • Magermilch mit 0,3% Fett

Handelsformen:

  • Rohmilch: offen (unverpackt) verkaufte Milch, die direkt von der Kuh kommt und abgesehen von Filterung keinerlei weitere Behandlung erfahren hat; darf in Deutschland nicht in den kommerziellen Handel; wird nur von Erzeugern im Direktverkauf unter strengsten Hygieneauflagen vertrieben.
  • Vorzugsmilch: ist ebenfalls Rohmilch, die jedoch verpackt und innerhalb von 24 Stunden nach dem Melken verkauft sein muss.
  • Pasteurisierte Milch: wird kurzzeitig auf 62-74°C erhitzt und sofort wieder auf 4-5°C heruntergekühlt, was schädliche Keime und Bakterien abtötet, die fettlöslichen Vitamine A und D aber zerstört. Pasteurisierte Milch wird i.d.R. homogenisiert, was die Fetttröpfchen wieder gleichmäßig in der Milch verteilt und ein Absetzen als Rahm verhindert.
  • H-Milch: wird für ein paar Sekunden auf 150°C erhitzt, dann sofort wieder heruntergekühlt. Leider verliert die Milch dabei einiges an Geschmack und Aroma, sodass sie sich nicht sonderlich als Getränk empfiehlt – zum Kochen aber uneingeschränkt geeignet.
  • Kondensmilch: ist Milch, der im Herstellungsprozess Wasser entzogen und dadurch eine Verdichtung der Milchtrockenmasse erreicht wird. Sie ist in verschiedenen Fettgehaltstufen erhältlich, als Getränk nicht geeignet, harmoniert aber wunderbar mit Kaffee und Tee, lässt sich wie Sahne aufschlagen und sehr gut beim Kochen einsetzen.
  • Trockenmilch: ist nahezu wasserfreie Milch in Pulver- oder Granulatform, die vor ihrer Verwendung wieder mit Wasser verflüssigt wird. Sie ist dann zwar dünner als frische Milch, erfüllt ihren Zweck aber überall dort, wo Haltbarkeit wichtig ist, ebenso wie im Bäckereigewerbe (als Zusatz in Brotteigen) und in der professionellen Joghurt- und Käseherstellung.

Milch: zum Einschlafen

Der alte Mythos, das vor dem Zubettgehen eine warme Milch mit Honig gegen Einschlafstörungen hilft hat durchaus seine – wenn auch eingeschränkte – Berechtigung: In der Milch ist die Aminosäure Tryptophan enthalten, die durch den Zucker des Honigs rasch ins Gehirn gelangt und dort in Serotonin umgewandelt wird. Dieses befördert, ebenso wie das auch entstehende Melatonin den Schlaf. Theoretisch. Die in der Milch enthaltene Menge des Stoffes ist zwar im Vergleich zu den meisten anderen Lebensmitteln recht hoch, um eine konkrete praktische Auswirkung auf den Schlaf zu haben ist sie jedoch recht gering. Was beim Einschlafen vermutlich weitaus stärker hilft als das Tryptophan, ist das Ritual des Milchtrinkens vor dem Hinlegen. Denn ritualisierte Abläufe bereiten Körper und Geist auf das vor, was kommen soll – in diesem Fall auf den Schlaf.

Milchprodukte sind unter anderem:

Nährstoffangaben

H-Milch (3,5% Fett) je 100 g

H-Milch (1,5% Fett) je 100 g

Um die Nährstoffangaben mit dem ungefähren Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen zu vergleichen, klicken Sie hier.

Wasser
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Reines Wasser. Wasser (H2O) ist schon mal die Grundlage allen Lebens. Reines H2O ist allerdings für den Verzehr nicht geeignet, genie…
Butter
ButterTitel.jpg
Butter ist ein Milchprodukt. Man unterscheidet Süßrahmbutter, Sauerrahmbutter und mildgesäuerte Butter. Man kann al…
Fett
1speck.jpg
Verbindungen aus Glyzerin und Fettsäuren. Letztere sind bei Speisefetten vor allem Stearinsäure und Palmitinsäure (feste Fette) sowie Ö…

Version Nr. 20.

Letzte Änderung: 8. Aug 2007, 15:20. Der Beitrag wurde 11277 mal gelesen. Autor: dicki  Mitschreiber: Kyrano , Pastaprinzessin , Zitronenpauke , Tagman , Brezel , Herb , aka , Suppenschlumpf , Fleischwolf

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