Weinkritik: Weingut StephanO, GONZALO Blaufränkisch -Reserve 2012, Südburgenland, Österreich


Wer beim Weinkauf auf traditionsreiche Güter mit langer Familiengeschichte setzt, ist bei StephanO an der falschen Adresse. Denn erst 2008 gründeten der Software-Architekt Stephan Oberholzer und seine Frau Monika, eine Neurochirurgin, ihr Weingut in Deutsch Schützen im südlichen Burgenland. Schnell schloss er sich der kleinen, aber feinen Erzeugergemeinschaft DAC Eisenberg an, um seine Vision von kräftigen, aber dennoch filigranen Blaufränkisch-Weinen in einem angemessenen Umfeld zu entwickeln. Seine Reserve-Abfüllungen überzeugen vor allem durch ihre kühle Stilistik. Der Gonzalo 2012 begrüßt einen mit opulentem Sauerkirschduft, am Gaumen tanzen dann feine getrocknete Kräuter, ein wenig Holzwürze und dunkle Beeren. Knackige Säure und eine ausgeprägt mineralische Textur sorgen trotz 13,5 % Alkohol für ausgesprochen leichtfüßigen Trinkfluss. Und perfekte Manieren als Begleiter für Lammgerichte oder Paprika-gulasch hat der Gonzalo ebenfalls. Sicherlich eine eigenwillige Interpretation des burgenländischen Blaufränkisch-Terroirs, aber als solche ein großer Gewinn für den allmählichen -Siegeszug dieser immer noch oft unterschätzten Rebsorte.

4

Wer es auch beim Blaufränkischen etwas cooler mag, liegt hier richtig

17 Euro bei www.wirwinzer.de
Weingut StephanO

Auf Facebook kommentieren

2 Gedanken zu “Weinkritik: Weingut StephanO, GONZALO Blaufränkisch -Reserve 2012, Südburgenland, Österreich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.