Teufelsköche

Ein Restaurant auf der Müllkippe? Genial kochen im Gefängnis? Ein Starkoch mit Kampfausbildung? Ein Koch unter der Freiluftdusche? Ja! In „Teufelsköche – An den heißesten Herden der Welt“ werden genau solche Geschichten von Köchen und Küchen erzählt

 
Teufelsköche ist beim Piper Verlag erschienen und kostet 24,99 Euro
Teufelsköche ist beim Piper Verlag erschienen und kostet 24,99 Euro

Auch wenn das Cover den Eindruck erweckt: Das ist kein Kochbuch, schon gar nicht für Männer. Es ist ein Buch über Köche, die vielleicht ungewöhnlichsten und interessantesten der Welt. Um ihre Lebensgeschichten zu erzählen, sind der Autor Juan Moreno und der Fotograf Mirco Taliercio um die Welt gereist. Ihr Fazit: „Vergessen Sie alles, was Sie über große Köche zu wissen glaubten. Wahre Köche kochen anders.“ So zum Beispiel Wam Kat („Was aus uns wurde“ aus Effilee #8), der Koch, der seit Jahrzehnten auf jeder großen Demo für eine bessere Welt kocht; der Kenianer Otonde Odera, Leibkoch des blutrünstigen Diktators Idi Amin; Faith Muthoni, die auf der größten Müllkippe von Nairobi ein Restaurant betreibt; Rashid, ein Koch aus Amsterdam, der mit harten Drogen kocht oder Vincent Klink, der Sternekoch, der erklärt, warum man Pellegrino nicht trinken darf. Insgesamt siebzehn Köche werden vorgestellt, zu jeder fast unglaublich wirkenden Geschichte gibt es ein Rezept, zum Beispiel Rabo de Toro, ein Gericht von Mari Carmen Rodriguez und Toribo Anta. Die beiden Köche servieren in ihrem Restaurant, den Schwanz von Kampfstieren (Lesetipp dazu: „Ode an den Kampfstier“ aus Effilee #18). Es ist wohl das einzige Restaurant auf der Welt, das das Gericht auf der Speisekarte hat. Einzig wie die Menschen in diesem Buch. Empfehlenswert!

Text: Susi Wilkat
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Eine Anmerkung zu “Teufelsköche

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