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Nóra Horvath, Bistro Spajz – Hamburg / Barmbek, drei Mitarbeiter

Ich mach jetzt nur noch Essen und Getränke To Go und eben nur mittags. Die Leute können vorher anrufen und bestellen und es sich dann hier direkt abholen. Mit allen nötigen Sicherheitsvorkehrungen für uns alle. Keiner kommt mehr in den Laden. Wir haben eine Kasse draußen aufgestellt, wo das Geld eingeworfen werden kann – incl. Desinfektionsmittel, das bereit steht. Die Menschen freuen sich darüber – und das gibt mir auch viel Kraft.

Pommes Frites Nach Heston Blumenthal


Das Äußerste an Pommes! Das Rezept ist durchaus aufwendig, allerdings ist das Ergebnis die Mühe allemal wert. Die Kartoffeln verlieren bei der Zubereitung übrigens nicht nur die Schale, sondern auch eine Menge Wasser, so dass aus einem Kilo ­Kartoffeln am Ende etwa 500 g Pommes werden.


Boris Kasprik, Restaurant Petit Amour, 5 Mitarbeiter

Ich stelle mich jetzt erst mal so auf, das ich diese Woche die ganze Bürokratie bearbeite: Das Kurzarbeitergeld für meine Mitarbeiter organisieren. Und Liquidität zu schaffen. Alles was jetzt gemacht werden kann, um eine Basis zu schaffen, damit wir überhaupt eine Zukunft haben.

Getrunkene Flasche: Barbaresco Sori San Lorenzo 1983

Als ich das erste Mal im Landhaus Scherrer mit Jürgen Milewski ins Gespräch kam, fragte er mich im Spaß, ob ich nicht vor ihm knien wolle, um ihn anzubeten. Ich bin nämlich bekennender HSV-Fan und Jürgen gehörte zu der Mannschaft, die 1983 gegen Juventus Turin den Europapokal gewonnen hat. Gekniet habe ich nicht, aber wir kamen ins Gespräch, nicht nur über Fußball, sondern auch über Wein, wovon Jürgen ebenfalls eine Menge versteht.

Ganz hinten in der Küche

Köche sind beliebte Gesprächspartner, auch Sommeliers werden gern um ihre Meinung gebeten. Nur wer sich um die dreckigen Teller kümmert, will keiner wissen. Dabei funk­tioniert ein Restaurant ohne Spüler nicht. Doch kaum jemand will darüber reden

Die Sache mit dem Sake

Man sollte meinen, die Japaner würden den Sake ein bisschen mehr wertschätzen, ihrem Nationalgetränk ein bisschen mehr Respekt entgegenbringen. Immerhin vereint er das wunderbare Paradox, im Wesentlichen nur aus Wasser, Reis, Hefe und einem seltsamen Pilz namens Koji zu bestehen und gleichzeitig von Kennern als der Welt komplexestes alkoholisches Getränk gepriesen zu werden. In den vergangenen Jahrzehnten jedoch hat die Popularität des Sake gelitten. Japanische Kehlen wurden immer empfänglicher für anderes Gebräu.

Halbwissen: Wasabi

In Japan gehört der Wasabi zum Sushi wie hier der Senf zur Wurst. Frisch ist der Wurzelstock hierzulande nur schwer zu bekommen, beeindruckt aber mit einer einzigartigen Schärfe

Genussgipfel in Kulmbach

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet von dem beschaulichen ober­fränkischen Städtchen Kulmbach so wesentliche Veränderungen ausgehen, wenn es um Genuss und Gesundheit und die damit verbundene Wertschöpfung geht. Denn in Kulmbach hat das Bayerische Staats­ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten das Kompetenzzentrum Ernährung (KErn) angesiedelt, das zusammen mit dem Cluster Ernährung die Genussakademie betreibt. Und die Genussakademie zeugt wiederum schon mit ihrem Namen von einem längst überfälligen Umdenken, das hier stattgefunden hat, getrieben von der Erkenntnis, dass Landwirtschaftsförderung auf Dauer nur funktioniert, wenn sie auch mit der Förderung von Genuss gekoppelt ist. Das bedeutet in diesem Zusammenhang einerseits, Qualität und Vielfalt zu erhalten, traditionelle Anbaumethoden und Produkte zu fördern, andererseits aber eben auch, für diese Produkte Aufmerksamkeit und Akzeptanz am Markt zu schaffen

Nur Mut!

In Österreichs Weinkellern wird derzeit viel experimentiert. Doch wie herausfordernd darf Wein sein? Zeit für eine Sommelier-Runde

In der Fabrik ohne Rauch

Bis heute sind Schafe die Existenzgrundlage für die Hirten im anatolischen Hochland. Sie haben ein Geschäftsmodell entwickelt, das Tradition und nomadischen Lebensstil mit der Moderne vereint. Ein Käse spielt dabei eine wichtige Rolle