Simpson´s-in-the-Strand in London

Den traditionellen Sunday Roast gibt es im Simpson’s-in-the-Strand an jedem Tag. Riesiges Roastbeef am Knochen (vier Rippen), Lammsattel, im Topf geschmortes Rebhuhn, im Ganzen gebratene Dorade – alles da. Während wir unsere Vorspeisen essen, Wildterrine und Speckpfannkuchen mit Enteneiern, genießen wir das coole Großbritannien. Es gibt gepolsterte Sofas, hohe Holzpaneele, bestickte Lampenschirme, und der Tisch […]

 
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Simpson´s-in-the-Strand in London, 100 Strand, London WC2R 0EW, Großbritannien

Den traditionellen Sunday Roast gibt es im Simpson’s-in-the-Strand an jedem Tag. Riesiges Roastbeef am Knochen (vier Rippen), Lammsattel, im Topf geschmortes Rebhuhn, im Ganzen gebratene Dorade – alles da. Während wir unsere Vorspeisen essen, Wildterrine und Speckpfannkuchen mit Enteneiern, genießen wir das coole Großbritannien. Es gibt gepolsterte Sofas, hohe Holzpaneele, bestickte Lampenschirme, und der Tisch scheint nach den Regeln des Empire gedeckt zu sein. Das Silberbesteck ist nobel, der Leuchter könnte auch in Windsor Castle stehen und die Teppiche sind so alt, dass ein CSI-Team Schwierigkeiten hätte, zu unterscheiden, was Muster ist und was Rhabarber. Bisher war das Fleisch jedes Mal mehr als großartig. Also entscheiden wir uns gemeinsam für schottisches Roastbeef mit allem was dazugehört – Yorkshire Pudding und perfekt geröstete Kartoffeln – und spülen alles runter mit einem pfeffrigen südafrikanischen Pinotage von Warwick von 2008. Aber ach! Diesmal werden wir enttäuscht: Das Roastbeef ist übergart, keiner bekommt das blutige Fleisch, von dem er geträumt hatte. Vermutlich hat man an diesem halb vollen Alltagsabend einfach nicht genug Kundschaft, um das Fleisch ständig frisch aus dem Ofen servieren zu können. Trotzdem: Der Besuch lohnt schon wegen der Atmosphäre, wegen des alternden Klavierspielers und der traditionellen Desserts, die zu bestellen immer ein Vergnügen ist. Wann hat Ihnen zum letzten Mal jemand einen Spotted Dick with Custard gebracht?

www.simpsonsinthestrand.co.uk

Text: Kristian Ditlev Jensen

aus Effilee #16 Mai/Juni 2011

Aus Effilee #16, Mai/Jun 2011
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