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Unsere kleine Farm

Eigentlich hätte unsere Autorin gern ein eigenes Huhn. Da wüsste sie immer genau, wo ihre Eier herkommen. Weil sie aber im vierten Stock einer Stadtwohnung lebt, fällt das aus. Stattdessen hat sie nun die Patenschaft für ein Huhn übernommen. Und für eine Kuh, ein Schwein, eine Ziege und einen Barsch. Sie alle hat sie einmal besucht und dabei eine Horde mordsglücklicher Viecher kennengelernt, einen nachdenklichen Milchbauern, eine Betriebswirtin mit Landlust, einen Großstadt-Idealisten und einen Metzger, der nicht gerne tötet

Die fette alte Kuh und ihr Liebhaber

Üblicherweise werden Rinder nach zwei bis drei Jahren Mast geschlachtet, zerlegt, verkauft und gegessen. Das Fleisch dieser Tiere interessiert den Basken Imanol Jaca nicht. Er sucht stattdessen in ganz Europa nach Kühen, die dreizehn bis achtzehn Jahre lang bestes Futter bekommen haben und dabei fett geworden sind

Professor Thomas Junker über das Fermentieren – Es blubbert überall

Der Fermentation, heißt es, haben wir viel zu verdanken. Sie soll unsere Lebensmittel bekömmlicher, gesünder und aromatischer machen. ­Höchste Zeit für eine dumme Zwischenfrage: Was ist das überhaupt? Professor Thomas Junker hat geantwortet. Er lehrt Geschichte der Biowissenschaften an der Uni Tübingen und ist unter anderem Mitherausgeber von Charles Darwins Briefwechsel. Der Biologe und Pharmazeut lebt, schreibt und forscht in Frankfurt am Main
Der Frankfurter Biologe Professor Thomas Junker hat geantwortet

Milch

Das Drüsensekret der Kuh, genauer gesagt, eine Emulsion aus Wasser, Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett, weiß als Milch die Mengen zu begeistern.

Ein Teller von Peter Kubelka – Himbeeren & Obers

Peter Kubelka, der österreichische Künstler und Experimentalfilmer unterrichtete von 1978 bis 2000 an der Städelschule, Frankfurt am Main. Er war der Erste, der das Kochen an einer Kunsthochschule als Kunst gelehrt hat. 2012 wurde er dafür mit dem Eckart Witzigmann Preis geehrt
Der vorliegende Text ist bei einem öffentlichen Vortrag und einem persönlichen Gespräch entstanden. In dem Vortrag arbeitete Kubelka nicht nur mit dem Wort, sondern ließ die Zuhörer die Parabel von der Mutter und den Himbeeren eindrucksvoll erschmecken

Gouda: Die Milch macht´s

Gouda ist der Geiz-ist-geil-Käse – irgendwie gibt es das holländische Exportwunder im Supermarkt immer im Angebot. Und ja, Kinder essen ihn, vielleicht weil er aussieht, wie er schmeckt: blass. Doch Gouda kann mehr sein als das Reihenhaus am Ende der Käsetheke oder eine Tapete, die man aufs Brot legen kann. Hergestellt aus Milch von glücklichen Kühen, handgeschöpft von ambitionierten Käsemachern und sorgsam gelagert in schmucken Bauernhöfen ziert der gute Gouda jeden ambitionierten Käseteller

Royale con Tartufo

Die Aufgabe lautete, eines der Rezepte aus dem Parmesan Kochbuch nachzukochen und zu fotografieren. Der Lohn: Kochkurs und Lunch mit Carmelo Greco. Adele Steinbeis, Marian Mok und Sascha Suer hatten nicht nur das Können, sondern auch das Glück, und trafen Carmelo Greco an einem Samstagmittag in seinem Restaurant in Frankfurt. Thema sind natürlich die Rezepte aus dem Buch. Greco beginnt mit der Royale vom Parmesan, einer Art Flan, die er fast beiläufig in perfekter Konsistenz zubereitet. Dazu gibt es heute statt der Espresso-Orangen Reduktion frisch gehobelte weiße Trüffel. Auch recht.

#50, Herbst 2019

Royal WeDding: Bodenständiges Ragout in erlauchtem Teigmantel: Sascha Hans-Gert Henn über Ragout Fin und Königinpastete,
Wüstenküche Ausgerechnet mit Keksen holen sich die Frauen in einem algerischen Flüchtlingscamp ein Stück Würde zurück. Eine Fotoreportage,
Meine Stadt Zwischen Kaffeehaus, Würstelbude und Vinylschuppen: Lukas Mraz stellt seine Lieblingsplätze in Wien vor,
Bologna Thomas Platt besucht eine Stadt, in der die Küche sich noch ganz der Tradition hingibt, fast ausnahmslos,
Il Presidente Antonio Pace hält seine schützende Hand über die neapolitanische Pizza,
Deutschstunde Wie die Schwäbische Alb zum Zentrum der deutschen Schneckenzucht wurde,
Pilze Andere Länder, andere Schwammerl. Eine mykologische Reise um die Welt,
Sagen Sie mal …  Wie isst es sich in Hamburg, Julien Walther?
Das kulinarische Kolorit Thomas Platt denkt über das gekochte Stilleben nach,
Arno Düsterhenn muss auch mal,
Israel Erst seit 25 Jahren wächst hier Wein, aber was für einer. Stuart Pigott bereist die Judean Hills,
Lambrusco Der Schaumwein legt sein schlechtes Image ab. Zu verdanken ist das auch Vittorio Graziano,
Der Bauch von Brooklyn:  Food-Startups boomen. Im Osten New Yorks liegt eines ihrer Hauptquartiere

#55, Winter 20/21

Stevan Paul hat sich überlegt, was man kochen kann, wenn festlich mal fix gehen soll. Sascha Hans-Gert Henn hat mal wieder ein Gläschen Alete gegessen, Vijay hat Tobias Bätz im Restaurant Alexander Herrmann besucht, im fränkischen Wirsberg, und herausgefunden, warum die regionale fränkische Küche auch ganz schön modern ist. Elissavet Patrikiou war bei Luka Lübke und hat kulinarische Frauenthemen besprochen, außerdem geht es im Heft um Tee, Alblinsen, Schnaps und Wein.

Korean Fried Chicken

Die Zubereitung erscheint zunächst etwas aufwendig, dafür kann man die Hähnchenflügel gut vorbereiten. Durch das doppelte Frittieren werden sie krachig-knusprig und bleiben auch so, wenn sie mit der Sauce überzogen werden. Wem die Sauce zu scharf ist (und das ist keine Schande, denn sie hat es in sich!), der kann das Gochujang ganz oder teilweise durch Doenjang oder gar durch Ketchup ersetzen.

Rinderrouladen

Ein zeitloser Klassiker. Rinderrouladen verbreiten einen tollen Geruch. Das gilt sogar für Treppenhäuser.

#24, Frühling 2013

Das beste Fleisch der Welt

  • Nudeln: Die ganze Welt ist verrückt nach ihnen, man sagt ihnen sogar nach, sie machten glücklich, zufrieden machen sie allemal. Wir haben Nudelgerichte von einfach bis sehr exotisch in der eigenen Küche hergestellt. Und zeigen Ihnen, wie es geht.

  • Fleisch: Was wird aus einer Kuh, die das Glück hat, vom Bauern im Stall vergessen zu werden? Im besten Fall das beste Fleisch der Welt, zumindest wenn sie dem Basken Imanol Jaca in die Hände fällt. Wir waren bei ihm und bekamen mehr zu essen, als uns lieb war.

  • Glück: Wir jagen ihm hinterher wie besessen, hoffen darauf, sind zu jedem Opfer bereit, wenn es darum geht, es zu finden

    und zu behalten, keiner hat es je gesehen, und beschreiben kann man es auch nicht. Oder doch? Wir haben es jedenfalls versucht

Naturkäse von Thilo Metzger-Petersen, Schleswig-Holstein

Liebe Käse-Esser, wir müssen reden, und zwar über Zeug im Käse. Damit meine ich vor allem die Gewürze, Kräuter, Früchte und Gemüse, die für angebliche Vielfalt in der Käsetheke sorgen. Vor Jahren unterhielt ich mich mit zwei jungen Käserinnen über genau dieses Thema. Ich war kurz zuvor bei einem Wettbewerb durch einen Sanddorn-Schnittkäse traumatisiert worden (immerhin nicht so aufdringlich wie Trüffel, Senf oder quietschgrünes Pesto) und frotzelte, ich warte auf den ersten Laib mit Gummibärchen – worauf prompt die Antwort kam: »Hab ich versucht, die lösen sich auf!«

Milleens aus Irland

In diesem Käse, den es auch in größerem Format gibt, vereinen sich Mensch und Natur so selbstverständlich, wie es eigentlich immer der Fall sein sollte, wenn wir von Handwerk, Herkunft oder Terroir reden. Die Natur, das ist diese atemberaubend schöne Landschaft der Beara-Halbinsel, der Heimat des Milleens.

Ein Teller von Max Strohe, das Gespräch

Max Strohe war Aufsteiger des Jahres 2016 bei den Berliner Meisterköchen, seine Geschäftspartnerin und Lebensgefährtin Ilona Scholl wurde 2017 zur Gastgeberin des Jahres ausgezeichnet. Jenseits der Berliner Stadtgrenzen ist es dagegen eher ruhig um das Tulus Lotrek, das Restaurant der beiden. Das könnte daran liegen, dass ihre Küche sich etwas abseits der aktuellen Mode karger Regionalität bewegt und stattdessen der Völlerei huldigt. Süffig und eingängig, dabei aber auch verschroben und hochintelligent