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Kein Kaffee in Mokka

Einst war Jemen der größte Kaffeeproduzent der Welt. Der Name seiner wichtigsten Hafenstadt wurde zu einem Synonym für Kaffee: Mokka. Heute ist das Land eher für Entführungen, Terrorismus und Bürgerkrieg bekannt. Doch im Hochgebirge stehen noch immer uralte Kaffeebäume. Und der Kaffeehandel kehrt langsam zurück

Das Kännchenwunder

Wenn Kaffeekannen reden könnten, dieses Schmuckstück hätte einiges zu erzählen. Ihre Mutter war eine Waschmaschine, eine Schwester von ihr muss sich im Museum of Modern Art anstarren lassen, und obwohl sie Moka heißt, bereitet die halbe Welt ihren Espresso mit ihr zu. Unser Autor hat noch ein paar andere, dunkle Geheimnisse gelüftet

Im Wohnzimmer: Das Kaffeehaus

In Wien nennt man das Kaffeehaus um die Ecke das zweite Wohnzimmer, denn als solches wird es genutzt. Man fühlt sich wie zu Hause, ist aber nicht zu Hause. Man ist ausgegangen, aber nicht wirklich draußen. Kristian Ditlev Jensen ließ sich in einem Wiener Kaffeehaus auf einem blauen Sofa nieder – und blieb einen Tag lang sitzen

Der Palast der Affen und Erinnerungen

Alle Revolutionen, so sagt man, beginnen in Kaffeehäusern. Das gilt auch für Indien. Im Indian Coffee House in Neu-Delhi entstanden die Ideen, die das Land modernisierten. Doch nun wird das Café selber vom modernen Indien abgehängt

Die Ahwas von Kairo

Zaghaft überquert das Taxi die Qasr-el-Nil-Brücke über den breiten, grünen Fluss. Unter den Reifen knirschen Schutt und Gesteinsbrocken, weggeworfene, dem Gehweg und der Straße zuvor entrissene Munition. Am Bordstein schwelt das schwarze, verbogene Gerippe eines Autos, verschmiert mit seinem öligen Blut. Hinterlassenschaften einer langen Nacht der Unruhen. Kleine Fetzen Tränengas scheinen noch immer in der Luft zu hängen, wie der nach Apfel duftende Shisha-Rauch, der das Gesicht des Mannes im winzigen Café Tahrir umschwebt. Unrasiert und mit einem schmutzigen Schal um seinen Hals gegen die morgendliche Kälte begrüßt er mich geradeheraus. »Willkommen in Kairo«, sagt er mit einem breiten, milden Lächeln. Er neigt leicht seinen Kopf. »Willkommen im Tahrir.«

Mate-Crème-Fraîche mit Pflaumen und Kaffee-Granola

Sie brauchen guten Mate, damit gelingt ein so einfaches wie aromatisch überraschendes Dessert – reduziert und eingekocht mit Holundersirup schenkt der Mate der kühlen Crème fraîche eine anregend süß-säuerlich kitzelnde Note mit blumigen Akzenten – ideal dazu die Pflaumen und das geröstete Müsli mit Kaffee und Nüssen aus dem Ofen.

#26, Herbst 2013

»Eine Mahlzeit ohne ein Glas Wein heißt bei uns Frühstück«, sagt unser Chef gerne. Diese ±lebensfrohe These vertiefen wir vielleicht im nächsten Heft, denn für diese Ausgabe haben wir uns ein paar Gedanken über das richtige Frühstück gemacht

  • Butter – Wie schmeckt noch mal Butter? Bestimmt nicht so wie jenes Zeug, das wir in unseren Kühlregalen vorfinden. Ja aber wie schmeckt sie denn nun? Unsere Autorin hat sich auf die Suche gemacht und ist fündig geworden
  • Brot – Die Frage ist nicht neu: Wie kriegen die Franzosen ihre Croissants so lecker und ihr Brot so wohlschmeckend und knusprig? Wir wissen es jetzt, denn einer der besten Bäcker Frankreichs lebt in Hamburg und hat es uns gezeigt
  • Kaffee – Den Kaffee verdanken wir der arabischen Welt. Und dem preisgekrönten Fotografen und Journalisten Stuart Freedman verdanken wir eine grandiose Reportage über die sagenhafte Kaffeehauskultur in Kairo

Die Letzten, die Pferd machen

Pferdefleisch ist in Deutschland wenig beliebt. Eine Handvoll Enthusiasten steht einer entsetzten Mehrheit gegenüber, für die Pferde zu essen gleich nach Kannibalismus kommt. Doch für einige Spezialitäten braucht man Pferdefleisch, zum Beispiel für den Rheinischen Sauerbraten. Also machte sich Manuela Rüther in Köln auf die Suche nach einem Rossschlachter. Und landete in einem fremden Universum voll seltsamer Geschichten

Griechenland und die Kunst, irgendwie klarzukommen

Griechenland ist kaputt. Es taumelt im fünften Jahr der Rezession. Im Februar bestätigte Eurostat, die Europäische Agentur für Statistik, dass mittlerweile mehr als ein Drittel der Griechen in Armut lebt. Die orthodoxe Kirche versorgt Schätzungen zufolge eine Viertelmillion Menschen täglich mit Essen, und 10 000 Verzweifelte leben in Athen auf der Straße

Der Lebkuchenmann

Die Geschichte von Arthur war ursprünglich eine Weihnachtsgeschichte. Fast so unglaubwürdig wie eine Wandersage über Mitmenschlichkeit, spontane Hilfsbereitschaft, Fürsorglichkeit und süße Lebkuchen. Doch Geschichten verwandeln sich im Laufe des eigenen Lebens. Die wahre Geschichte über den Lebkuchenmann aus meiner Kindheit erfuhr ich erst, als ich erwachsen war

Faszenes

Hinter der Theke zischt leise eine Kaffeemaschine, begleitet von dem Krachen, mit dem ein Messer durch Brot fährt. Auf einem der wenigen Hocker vor dem Tresen am Fenster sitzt ein junger Mann und liest Zeitung.

In 80 Euro um die Welt

Schon seit Menschengedenken hat Europa den Rest der Welt kolonisiert. Und selbst heute existieren noch Kolonien. Aber am einfachsten kommt man an die Rohstoffe fremder Länder, indem man dem örtlichen Supermarkt einen Besuch abstattet