Restaurant de l’Hôtel de Ville

Hinrich Sudeck im März 2017: Die nächste Jagdsaison kommt bestimmt – dann erst zur Bank und nichts wie hin!

 

2013 schrieb Effilee zur Übernahme des Restaurants durch Benoît Violier von Philippe Rochat: »B.V. bietet Klassik auf allerhöchstem Niveau und füllt die großen Fußstapfen seiner Vorgänger scheinbar mühelos aus.« Nach Violiers traurigem Tod Anfang 2016 hat sein langjähriger Sous-Chef die Küche übernommen und führt den Stil des Hauses fort. Die Karte zeigt noch die Handschrift des Vorgängers und bewahrt Gerichte aus der Ära Girardet und Rochat. Herausragend jedes Jahr und für uns der Grund des Besuches war die Wildkarte, die ihresgleichen in Europa nicht hat. Nach einer kühlen Einstimmung mit Taschenkrebs, Avocado und Kaviar begannen wir mit einer aromatischen Suppe vom Rebhuhn mit Steinpilzen und Pfifferlingen, gefolgt von schottischem Schneehuhn (grouse), in einer Sauce aromatisiert mit altem feinem Essig und wilden Beeren, die den Wildgeschmack widerspiegelten. Wann immer Schnepfen auf der Karte stehen, sollte man sie bestellen; in diesem Fall kamen sie aus Frankreich und waren auf Toaststreifchen Gourmand (gute Tarnung für ihren Dreck) und mit Salmi klassisch zubereitet, für das Hirn gab es ein kleines Löffelchen. Gegrillter Mufflonrücken aus dem Wallis mit schwarzem und grünem Pfeffer und etwas langweiligen Standard­beilagen als wild-kräftiges Hauptgericht. Alternativen wären Gams, Hirsch, Reh oder auch Krickente gewesen, der berühmte Wildhase à la Royale ebenfalls. Reibungsloser Service. Menüs ab 295 bis 390 Schweizer Franken.

Die nächste Jagdsaison kommt bestimmt – dann erst zur Bank und nichts wie hin!
Restaurant de l’Hôtel de Ville
1 Rue d’Yverdon,
1023 Crissier
Schweiz
www.restaurantcrissier.com
Aus Effilee #40, Frühjahr 2017
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