Restaurantkritik: Boathouse in Hamburg, Deutschland,

  • Autor: Vijay Sapre

Nach Kevin Fehling dockt jetzt der zweite Starkoch aus der Columbia-Gruppe in Hamburg an. Thomas Macyszyn hatte im Navette in Rüsselsheim jahrelang einen Stern gekocht und hat jetzt am Isekai das Boathouse eröffnet, ein Fischrestaurant. Aber im Sommer kann man hier tatsächlich Boote mieten und sich auf den Weg durch die malerischen Kanäle der Hansestadt machen.

Der Gourmet setzt sich derweil in das zeitgemäß schlicht gestaltete Restaurant, und zwar entweder an den Chef’s Table direkt am Pass der offenen Küche oder an einen der einfachen Tische. Dort gibt es zum Beispiel Ceviche von der Makrele, Sardine venezianisch mit Rosinen und getränktem Brot oder einen sehr guten Pulpo mit Gremolata und eingelegter Paprika. Die Gerichte kommen in die Mitte des Tisches zum Teilen.

Am Chef’s Table haben maximal acht Personen Platz, sie bekommen ein neungängiges Menü, in dem Macyszyn zeigt, was er kann, und das ist eine Menge.

Es beginnt mit einer sehr angenehm temperierten Auster in Räuchervinaigrette, die von einer Nocke Rieslingeis erfrischt wird. Die Makrele mit Guacamole und Quinoa ist mit feiner Säure und feinem Knusper ein echtes Highlight. Und der Aal, der dann kommt, ist sensationell: Im Sauerkrautsud mit dem Inneren von verkohlten Kartoffeln hat er das Zeug zum Klassiker. Sehr gut auch der Black Cod mit Artischocke und Parmesan. Zwei nette Desserts runden einen sehr gelungenen Abend ab. Die Weinkarte ist ausbaufähig, zeigt aber schon vielversprechende Konturen.

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Boathouse: Da können wir noch einiges erwarten

Boathouse


Hamburg, Deutschland
www.boathouse.hamburg

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