Restaurantkritik: Ammolite, Rust, Deutschland


Chefkoch: Peter Hagen
Der Europa-Park Rust ist nicht gerade der Ort, an dem man ein Gourmet-restaurant erwartet, schon gar keins mit zwei Sternen im Guide Michelin. Aber tatsächlich: Im Windschatten adrenalinfördernder Fahrgeschäfte findet man das Restaurant Ammolite, die vielleicht verlockendste Attraktion des Freizeitparks. Seit 2012 wird die Küche von Peter Hagen geleitet, der vorher unter anderem zu den Teams von Harald Wohlfahrt und Peter Knogl gehörte.
Man merkt seinen Kreationen die klassische Prägung an, wenn er einen Hummer mit sensationeller Parmesan-Petersilien-Polenta und Hummerbisque serviert oder ein Rinderfilet durch die Beigabe eines exzellenten Schmorfleischs und Fregola Sarda adelt. Und wenn man es zwischendurch mal etwas arg konventionell wird, wie bei einer altbackenen Gänseleberterrine mit Pflaume und Schokolade, kommt im nächsten Moment plötzlich etwas höchst Originelles auf den Tisch – in diesem Fall gebratene Foie gras mit diversen Brokkolizubereitungen, eine Kombination, die so verblüffend wie großartig ist.
Auch sonst zeigt die Küche im Ammolite immer wieder ungewöhn-liche Ideen, die geschmacklich bestens -funktionieren, so etwa bei einer lauwarmen Makrele, die von Passionsfrucht eine leichte und erfrischende Exotik -bekommt. Solche kleinen Spitzen
würde man sich für ein markanteres -Profil der Küche häufiger wünschen. Aber einen Ausflug ist das Ammolite auch so allemal wert.

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Wer braucht einen Looping, wenn er stattdessen so gut essen kann?

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