Kantine des Monats: SMA Solar AG

Dieses Mal: SMA

 
Foto: SMA

In der noch jungen Branche der regenerativen Energien gibt es viele wirklich tolle Unternehmer und Unternehmen. Den besten ist es gelungen, ihre Idee, mit eigenen Produkten die Welt zu verbessern, auch in die Unternehmenskultur zu übertragen. Die SMA Solar AG aus Kassel gehört dazu. Der millionenfach verkaufte SMA Sunny Boy wandelt den in Photovoltaikanlagen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, der dann aus der Steckdose kommt.

Foto: SMA
Auf dem Firmengelände wird mit höchstem Anspruch gebaut

Die Ausstrahlung des Unternehmens und seiner Produkte ist positiv und freundlich. Am Empfang gibt es neben sehr hübsch gemachten Firmenbroschüren ein eigenes Pixi-Buch für Kinder mit dem schönen Titel Ein Sonnendach für den Kindergarten. Offene Kommunikation und Transparenz spiegeln das positive Menschenbild der Gründer wider. Jeder Mitarbeiter wirkt motiviert und zufrieden, das findet man nicht oft. Kein Wunder, dass SMA trotz des Standortnachteils – Kassel ist nicht der Nabel der Welt – im vergangenen Jahr zu den zehn besten Arbeitgebern Deutschlands gewählt wurde.

Kaffee, Tee und Wasser werden überall kostenlos angeboten, auch in der schönen, hellen Hauptkantine in der Sonnenallee. Leider hat man jedoch den Betrieb der Kantine an Aramark, einen Caterer mit weltweit mehr als 260000 Mitarbeitern ausgelagert. Entsprechend wird nur Durchschnittsessen mit Durchschnittsgeschmack angeboten. Schwein wird serviert als Nackensteak, Rind als Hacksteak, Huhn im Knuspermantel. Alles sind typische Produkte der industrialisierten Convenience-Küche – und sie schmecken auch so. In den Durchschnittskantinen Deutschlands ist das keine Überraschung, aber hier in Kassel, von der Sonne verwöhnt, hätte ich mehr erwartet. Also mehr AC/DC und weniger Mainstream.

Text: Serge Gorodish
Foto: SMA

aus Effilee #15, März/April 2011

Aus Effilee #15, Mär/Apr 2011
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