Fideuà

Fideuà für 4 Personen

  • 250g Muscheln
  • Olivenöl
  • 1 grüne Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenpüree
  • 1 Seeteufelschwanz, gewürfelt
  • einige frische Tintenfischringe
  • 1 Döschen Safran
  • 400g Fideos (feine Nudeln)
  • 250g Gambas
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1l Fischfond
  • Pfeffer, Salz
  • Petersilie, fein gehackt
  1. Die Muscheln putzen, waschen und in einer Pfanne in Olivenöl anbraten, bis sie sich öffnen. Herausnehmen und beiseite­stellen. Die Muscheln, die sich nicht geöffnet haben, nicht verwenden.
  2. Paprika, Zwiebel und Knoblauch klein schneiden und in der Pfanne mit etwas Öl anbraten. Das Tomatenpüree unterrühren und mit anrösten.
  3. Den Seeteufel würfeln und mit den Tintenfischringen und dem Safran zu dem Gemüse geben, schmoren lassen.
  4. Fideos zugeben und gut verrühren. Die Gambas und die Muscheln unterheben. Mit Paprikapulver würzen. Den Fond zugießen, bis alles gut bedeckt ist. Köcheln lassen, bis die Fideos den Fond aufgesogen haben. Pfeffern, salzen und mit Petersilie garnieren.

Ein Gedanke zu “Fideuà

  1. Die Fideuà ist keine Nudelpaella, auch wenn das oft fälschlich behauptet wird. Diesen Fauxpas sollte man sich eigentlich nicht leisten, wenn man über ein Gericht schreibt. Die Fideuà de Gandía ist zusammen mit der Paella Valenciana eines der wichtigsten und bekannesten Gerichte der valencianischen Gastronomie.
    Grüne Paprika kommen ebensowenig in die klassische Fideuà, wie Muscheln und Zwiebeln, wohl aber Seeteufel, Garnelen, Kaisergranat und Sepia. Zuerst werden Fisch und Meerefrüchte kräftig angebraten, wegen des Geschmacks, dann herausgenommen und dann kommen erst der Knoblauch und die Tomaten (kein Püree) in die Pfanne. Dann kommen die Nudeln dazu, die quasi auch kurz angebraten werden und nun wird mit heißer Fischbrühe aufgefüllt. Nach 5 Minuten Kochen bei starker Hitze, werden Fisch und Meeresfrüchte wieder zugegeben.
    Von der Fideuà kennt man im Gegensatz zur Paella das Datum der Entstehung und die Erfinder ganz genau. Einer der Erfinder ist Bautista Pascual Sanchís, besser unter dem Spitznamen Zabalo bekannt, der 1915 in Grau de Gandía bei Valencia das Licht der Welt erblickte. Mit nur 10 Jahren war er bereits eines der Besatzungsmitglieder des famosen Fischkutters Santa Isabela. Der Kleine half Gabrielo Rodríguez, dem Smutje des Kutters in der Küche. Später erzählte Zobalo in einem Interview, daß Maseta, der Patron des Fischkutters, ein Mann mit großem Appetit war, der seinen Fischern kaum etwas zum Essen übrig ließ. So dachten der Smutje und Zobalo, wenn sie den Reis durch Nudeln ersetzten, würde der Patron weniger essen und die Fischer bekämen mehr. Früher glaubte nämlich in dieser Gegend, daß Nudeln älteren Leuten nicht schmeckten. Doch in diesem Fall irrte sich die Besatzung: Maseta aß mehr als je zuvor. Diese saftigen Nudeln, in einem Topf gekocht mit dem Sud aromatischer Felsenfische, waren die erste Fideuà de Gandía von der man weiß.

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