Ein Happs Rahmspinat

Um grüne Nudeln zuzubereiten, braucht man grüne Farbe. E140 heißt sie in der Liste der Lebensmittelzusatzstoffe. Man kann das Grün als wasserlösliches Pulver kaufen oder zum Beispiel aus Spinat herstellen. Im Biologieunterricht hieß es früher „Wir extrahieren Chlorophyll“, und das habe ich gestern in meiner Küche getan.

Ich habe 500 g frische und geputzte Spinatblätter mit etwas kaltem Wasser solange püriert, bis eine grüne, breiige Masse entstanden ist. Dabei sollte man nicht beunruhigt sein, wenn die Küchenmaschine, milde ausgedrückt, warm wird. Das Zerkleinern der Pflanzenzellen dauert ein wenig (ca. 10 Minuten). Oder wird nur meine Küchenmaschine warm?

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Der Küchenmaschine wurde ganz schön warm

Die Spinatmasse habe ich dann durch ein Küchentuch gedrückt. Dabei den Saft in einem Topf auffangen. Am besten man nimmt ein Küchentuch, welches nicht schneeweiß bleiben soll. Der Spinatsaft färbt das Tuch so grün wie die ersten Blätter im Frühling.

Der Spinatsaft wird dann langsam unter Rühren erwärmt. Dabei trennt sich das Chlorophyll vom Wasser, als wenn Eiweiß gerinnt.

Die Masse habe ich dann durch ein sehr feines Sieb gefiltert. Es bleibt ein Happs „Rahmspinat“ zurück. Das ist das Chlorophyllextrakt, eine dickliche grüne Paste (Spinatmatte). Und die kann ich zum Färben meiner Nudeln nehmen.

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