Kalte Suppe

Bohnensuppe aus Italien, Brotsuppe aus Spanien, Joghurtsuppe aus England – alles als kalte Suppe serviert.

 
Rechteinhaber: Andrea Thode, Lizenzvereinbarung: Nutzung nur auf Effilee

Weil der Mensch kein Fell hat oder Federn (höchstens mal eine Gänsehaut), kommt er mit Klima- und Temperaturschwankungen nur schlecht zurecht und muss sich deshalb morgens etwas anziehen. Doch selbst nackt haben wir einen Mechanismus zur, wie der Fachmann sagt, Thermoregulation: die Thermogenese, also die Erzeugung von Wärme durch Stoffwechselaktivität – wie zum Beispiel Verdauung. In unseren Breitengraden ist naheliegenderweise die gute wärmende Suppe (Hühnersuppe!) den größten Teil des Jahres sehr beliebt. Doch je näher man dem Äquator kommt, umso häufiger trifft man auf ihren Gegenpart: kalte Suppe. Morgens zubereitet und über den Vormittag im Kühlschrank gelagert, ist sie in der mittäglichen Gluthitze lecker und erfrischend zugleich. In Deutschland dagegen fristet die kühlende Leckerei selbst in der bullenheißen Zeit (drei Tage) als stets süße, mit Obst oder Buttermilch angerührte Kaltschale bestenfalls ein Randgruppendasein (Dessert). Tragisch!

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