Das Gute essen

Das Gute essen
Das Gute Essen aus dem Tri Torri Verlag

Königsberger Klopse? Ist drin. Pasta Bolognese? Ist drin. Ratatouille? Ist drin, in fünf Versionen. Und Rote Grütze? Ja, Rezepte für Rote Grütze gibt es auch in Das Gute essen: eine klassische Version, eine italienische mit Vanillecreme und eine gehobene mit Vanilleeis und süßem Kräutersalat. Letzteres schrieb Thomas Martin vom Louis C. Jacob in Hamburg, einer von zehn Sterneköchen, die für das Buch jeweils eine Komposition beigesteuert haben. Aber keine Sorge, dies ist kein weiteres Werk voller raffinierter Kreationen der Spitzenköche, die man einmal im Leben kocht, während man den Rest der Zeit Rezepte für Hühnerfrikassee (ist drin) oder Salzburger Nockerln (ist drin) im Internet sucht. Nein, dies ist ein Kochbuch wie früher, als man nur ein einziges hatte, und nicht 200, sortiert nach Köchen, Zutaten, Größe oder Farben (das kann toll aussehen…).

Die Rubriken heißen, wie man sie sich wünscht: Salate, Suppen, Fisch, Geflügel, Fleisch… Die 500 Rezepte sind in drei Kategorien unterteilt: für Gäste, für Hobbyköche und Jeden-Tag-Küche. So steht ein schlichter Erbseneintopf mit Wiener Würstchen neben einem feinen Erbseneintopf mit karamellisiertem Gemüse, die Bratwurst neben dem Lamm mit Minzöl. Sicher, der Koch mit den 200 Büchern wird mäkeln, dass eine gewisse Tiefe fehlt. Aber wir anderen, die Tag für Tag etwas Leckeres kochen möchten, freuen uns über ein Kochbuch, das man nie ins Regal stellt – weil man es täglich benutzt.

Das Gute essen, Tre Torri 2010, 14,99 Euro

Text: Peter Lau

aus Effilee #14, Januar/Februar 2011

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