Reportagen

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Gouda: Die Milch macht´s

Gouda ist der Geiz-ist-geil-Käse – irgendwie gibt es das holländische Exportwunder im Supermarkt immer im Angebot. Und ja, Kinder essen ihn, vielleicht weil er aussieht, wie er schmeckt: blass. Doch Gouda kann mehr sein als das Reihenhaus am Ende der Käsetheke oder eine Tapete, die man aufs Brot legen kann. Hergestellt aus Milch von glücklichen Kühen, handgeschöpft von ambitionierten Käsemachern und sorgsam gelagert in schmucken Bauernhöfen ziert der gute Gouda jeden ambitionierten Käseteller

So kocht Oldenburg

Will man eine Schildkrötensuppe ohne Schildkröten ­kochen, muss man Mockturteln reintun. Aber waren die nicht vom Aussterben bedroht? Wie lange müssen sie ziehen und wo kriegt man sie her? Auch die deutsche Regionalküche hat so ihre Geheimnisse. Ein Lokaltermin in Oldenburg bringt Licht ins Dunkel

Der Schäfer, der Schlachter, der Koch und das Lamm – Teil I

Fleisch kommt von lebenden, fühlenden Wesen. Das kann man leicht vergessen, so, wie Fleisch bei uns in der Regel konsumiert wird: verarbeitet, verpackt und standardisiert. Wir haben ein Lamm auf der Wiese besucht, wo es auch geboren wurde, es auf dem Weg zum Schlachter begleitet, es zerlegt, zubereitet und anschließend gegessen. Teil 1: Der Schäfer

Das Knacken der Wurst am Ohr

Geschmack kann man lernen. Doch Sensorik ist weit mehr als nur Riechen und ­Schmecken. Nils Schiffhauer unternimmt einen Selbstversuch in einem Labor

Austern sind keine Kartoffeln!

Austern in Aquakultur zu züchten, ist Knochenarbeit. Besonders im rauen Wattenmeer vor List auf Sylt. Dort liegt Deutschlands einzige Austernzucht, und die Sylter Royal, die hier gedeiht, ist in der Tat etwas Besonderes

Feuer, Wasser, Erde, Luft

Brot ist eines der elementarsten Lebensmittel, die wir kennen, und seine Herstellung wurde bis zur Unkenntlichkeit industrialisiert. Nun wird zunehmend über handwerkliches Brot geredet. Was ist das eigentlich?

Alles weiß, oder was?

Schwarz oder mit Milch? Falsch. Latte oder Cappuccino, das ist hier die Frage, denn längst hat der Milchschaum die Welt erobert. Ist das der Tod des Kaffees?

Unsere kleine Farm

Eigentlich hätte unsere Autorin gern ein eigenes Huhn. Da wüsste sie immer genau, wo ihre Eier herkommen. Weil sie aber im vierten Stock einer Stadtwohnung lebt, fällt das aus. Stattdessen hat sie nun die Patenschaft für ein Huhn übernommen. Und für eine Kuh, ein Schwein, eine Ziege und einen Barsch. Sie alle hat sie einmal besucht und dabei eine Horde mordsglücklicher Viecher kennengelernt, einen nachdenklichen Milchbauern, eine Betriebswirtin mit Landlust, einen Großstadt-Idealisten und einen Metzger, der nicht gerne tötet

Patenschaftssteckbriefe

Huhn Laufzeit: ein Jahr Kosten: 25 bzw. 50 Euro Ablauf: Abholung am Hof oder jeden Samstag in der Markthalle Neun, Berlin-Kreuzberg, Besuch nach Absprache möglich. www.weggun.de Kuh Laufzeit: ein Jahr Kosten: 87 Euro Ablauf: Im Lauf des Jahres werden zwei Molkerei-Pakete per Post verschickt, außerdem sind Paten zu einer Führung in der Molkerei Andechs eingeladen. […]

Vom Pfeffer

Seit jeher werden bestimmte Pflanzen aufgrund ihrer wohltuenden oder heilenden ­Wirkung bevorzugt verzehrt. Ihre Beliebtheit verdanken sie dem Gehalt an ätherischen Ölen und Sekundärstoffwechselprodukten, die häufig stark aromatisch sind und somit auch als Geschmacksgeber dienen. Viele Europäer machten sich deshalb trotz ­größter Gefahren auf die Reise dorthin, wo der Pfeffer wächst. Und brachten wunderbare ­Schätze mit nach Hause

Mein Schwarm und ich

Imker sind jetzt auch cool. Stadtimker zumindest. Wer ­seine Bienenstöcke auf Mietshäusern, Balkonen oder ­öffentlichen Gebäuden platziert, liegt voll im Trend. Und verkaufen lässt sich der Inner-City-Honig allemal. Deutschland summt. Aber warum eigentlich?

Wer hier fremd ist, wird gegessen!

Nicht erst seit der Globalisierung bringen Menschen Tiere und Pflanzen in ­völlig neue Lebensräume. Ohne natürliche ­Feinde gedeihen manche von ihnen über die Maßen gut – zu Lasten einheimischer ­Arten. In Großbritannien versucht man, sich dieses Problems mit einer einfachen Maßnahme zu erwehren: Man isst die Fremden einfach auf.

Die fette alte Kuh und ihr Liebhaber

Üblicherweise werden Rinder nach zwei bis drei Jahren Mast geschlachtet, zerlegt, verkauft und gegessen. Das Fleisch dieser Tiere interessiert den Basken Imanol Jaca nicht. Er sucht stattdessen in ganz Europa nach Kühen, die dreizehn bis achtzehn Jahre lang bestes Futter bekommen haben und dabei fett geworden sind

Hauptsache satt?

Hunderte neuer Schulmensen entstehen seit einigen Jahren in Deutschland. Leider kein Grund zum Jubeln, denn die Chance, die Kinder gut und gesund zu verpflegen oder gar einen Grundstein in der Ernährungserziehung zu legen, wird selten genutzt. Warum, warum nur ist das so schwer?

Weltweit essen: Spanien

Maria José Rodríguez lebt mit ihren Töchtern und ihrem Mann in Girona, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Nordosten Kataloniens. Neben dem ehemaligen ­elBulli befinden sich in der Region das Drei-Sterne-Restaurant El Celler de Can Roca und die kulinarische Hochburg Can Fabes. Im Alltag wird allerdings anders gegessen