Chefkoch: Heinz Reitbauer
Die Familie Reitbauer versteht, den Gast nachhaltig zu begeistern, zu umsorgen und zu überraschen. Die Küche ist nach wie vor jede Reise wert und zelebriert eine regionale, aber nicht dogmatische Küche mit spielerisch leichter Hand.
Die Klassiker, allen voran der in Bienenwachs gegarte Saibling oder die formidable Schwarzauer Bergforelle, sind in Bestform, dazu gesellen sich viele neue Gerichte mit bisher unbekannten Zutaten wie etwa beim Amurkarpfen (welch herausragende Qualität!) mit Hiobstränen, Kohlrabi und Pandan. Die Hiobs-tränen (ein einjähriges Wildgetreide, das in Asien in der traditionellen Medizin verwendet wird) werden als Cracker und in Verbindung mit einer formidablen Sauerteigbrotcreme als knusprige Samen verwendet und bilden einen wunderbaren Sparringspartner für den Pandan, der nussig-vanillig und leicht kräutrig den Karpfen in neue Sphären katapultiert, sorgsam flankiert von in Pandanöl und Balsamessig mariniertem Kohlrabi. Ein grandios leichtes Gericht, das die zarte Fleischigkeit des Karpfens bestens betont.
Eine weitere Unbekannte wartete mit Puntarelle mit Götterfrucht/Kaki, Salzkapern und Bouchot-Muscheln auf, die als Dame im Ring ihren extrem wandlungsfähigen Charakter voll ausspielen konnte: Mal klangen Artischocken, mal Spargel, manchmal Rucola oder gar Löwenzahn an, je nachdem, ob man -Muscheln, Kaki/Staudensellerie-Salat oder die Bachkresse-Puntarelle-Creme mitverkostet, toll eingefangen und akzentuiert von einem leicht salzigen Salzkapern-Muschelsaft-Fond.
Einzigartig, authentisch, nachhaltig und von Herzenswärme getragen, so funktioniert Spitzengastronomie


