Brot

Heiko Antoniewicz richtet sich mit „Brot“ vor allem an Profis und ambitionierte Hobbyköche

 

Heiko Antoniewicz hat den derzeit viel diskutierten Schritt von Ferran Adrià schon lange getan: Er hat sich von der Arbeit im Restaurant, wo er souverän, schnell und viel beachtet einen Stern erkocht hatte, verabschiedet und widmet sich heute der Forschung und Entwicklung sowie dem Catering. Er ist einer von denen, die man anruft, wenn man zu modernen (molekularen) Techniken Fragen hat.

Brot

Nach einem Buch über Fingerfood und einem über die Molekulare Küche legt er jetzt den Band Brot vor. Während der Titel eine gewisse Allgemeingültigkeit andeutet, ist das Buch eher geprägt durch ein Ausloten der Möglichkeiten, die das Produkt Brot bietet. Grundrezepte nehmen nur einen kleinen Teil ein, schnell geht es in die Höhen der Kreativküche mit Brotlollies, raffinierten Aufstrichen, allerlei Knödelrezepten bis hin zu komplett ausgearbeiteten Tellergerichten, etwa Annäherung an den Pfefferpotthast. Das Buch wendet sich sicher nicht an Hausfrau oder Hausmann, sondern an den Profi oder den (sehr) ambitio­nierten Hobbykoch. Denen hat es allerdings einiges zu geben.

Heiko Antoniewicz, Brot, Matthaes 2010, 59,90 Euro

Text: Vijay Sapre

aus Effilee #10, Mai/Juni 2010

Aus Effilee #10, Mai/Jun 2010
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