Aus Italiens Küchen

 Aus Italiens Küchen
M. Kaltenbach, V. Cerabolini: Aus Italiens Küchen, Echtzeit Verlag, 52 Euro

Das wird Fans von Marianne Kaltenbach, der Julia Child der Schweiz, freuen. Ihr größter Bucherfolg „Aus Italiens Küchen“ ist jetzt wieder erhältlich. Für die vor 30 Jahren erschienene klassische Hallwag-Ausgabe werden mittlerweile Summen über hundert Euro gezahlt. Die Kaltenbach-Triologie („Aus Schweizer Küchen“, „Aus Frankreichs Küchen“) ist somit vollständig. „Aus Italiens Küchen“ ist kein komplettes Standardwerk der italienischen Küche, zu verschieden und mannigfaltig ist die Küche Italiens. In dieser Ausgabe hat sich die Schweizer Kochbuchjournalistin mit ihrer Kollegin Virginia Cerabolini bewusst auf gute und typische Rezepte beschränkt, Rezepte, die sie selbst besonders mag und liebt, von Antipasti über Pasta, Fisch und Fleisch bis hin zu Desserts und Süßspeisen. Eine schöne Ergänzung sind die landestypischen Grundregeln und Tipps für die Zubereitung der Rezepte: Man erfährt, wie man Teigwaren al dente kocht (Susis Basics: Nudeln kochen), dass Zwiebeln für Salat in Wasser eingelegt werden, weil sie dann milder schmecken, dass Butter immer süß und nie gesalzen verwendet und dass Rahm im Norden Italiens zum Kochen und für Dolci nur frisch zubereitet verwendet wird.

In „Aus Italiens Küchen“ gibt es keine Fotos von den Gerichten, an die man sich orientieren kann. Dafür aber sehr schlichte und elegante Radierungen. Der über 500 Seiten-Wälzer ist nicht für pure Kochanfänger geeignet. Fast jedes Rezept muss von Anfang bis Ende einmal durchgelesen werden, am besten, bevor man die Zutaten einkaufen geht. Hier beginnt das Kochen bereits im Kopf. Eine schöne Sache.

Text: Susi Wilkat

3 Gedanken zu “Aus Italiens Küchen

  1. Nein, Fotos sind leider keine drin, aber dieses Buch ist seit seinem Erscheinen mein Hauptnachschlagewerk. Ist das wirklich schon 30 Jahre her? Wie die Zeit doch vergeht. Das Allerschönste bei Frau Kaltenbach sind die genauen Angaben über Zutaten und Zeiten und man kann sich voll drauf verlassen.

  2. Ich halte eben die Ausgabe 1982 in den Händen. Ein Weihnachtsgeschenk unserer Tochter. Damals waren die Rezepte wichtiger als schöne, perfekt inszenierte Fotos mit manchmal falschen oder fehlerhaften Mengen- und Zeitangaben.

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