Messer

Austernmesser

Selbst ein billiges Austernmesser ist besser als gar keins, denn mit einem gewöhnlichen Messer lässt sich eine Auster kaum öffnen. Versucht man es trotzdem, kann man sich böse verletzen

Das Ausbeinmesser

Das Ausbeinmesser wird in der Fleisch- und Geflügelküche verwendet. Es eignet sich zum sauberen Herauslösen von Knochen, zum Entfernen von Haut und Sehnen sowie zum Portionieren von Fleisch und Geflügel

Das Hackbeil

»Warte, warte nur ein Weilchen,
 bald kommt Haarmann auch zu dir, mit dem kleinen Hackebeilchen, 
macht er Schabefleisch aus dir …« So geht ein alter Kinderreim. Man kann mit dem Hackbeil aber auch große Fleischstücke mit Knochen und Knorpel zerhacken, Koteletts zurechtschneiden oder Geflügel zerlegen, Kräuter oder Gemüse zerkleinern. Andere Namen sind Küchen- oder Ladenspalter, Koch-, Knochen- oder Fleischerbeil

Das Sashimi-Bōchō

Sushi-Köche benutzen das Messer zum Aufschneiden von Fisch zu Sashimi und Neta, Nigiri-Belag. In Deutschland wird es auch zum Schneiden von Sushi-Rollen verwendet und ist als Sushi-Messer geläufig

Deba-bōchō

Dieses Messer ist ideal für das Filetieren von Fisch und hat sich zum wichtigsten Handwerkszeug der Sushiköche entwickelt

Käsemesser

Vor dem Dessert kommt in der gehobenen Küche die Käseplatte. Mindestens drei Sorten sollten darauf vertreten sein: ein Hartkäse, ein Weichkäse und ein Edelpilzkäse. Zum Portionieren gibt es mehrere spezielle Messer

Perfekt Messer schleifen

Ein gutes Küchenmesser sollte so scharf sein, dass es ohne Druck durch das Schneidgut gleitet und glatte Schnittflächen hinterlässt. Dafür braucht es eine dünne, ebene Klinge mit einem kleinen Schneidenradius

KNIGGE WEISS RAT

Der Schwätzer

Mein Chef hat mich und einige ­Kollegen zu seinem berüchtigten Gänseessen eingeladen. Ich habe gehört, das ist eine furchtbar öde Veranstaltung, denn wenn mein Chef redet, redet kein anderer, und eigentlich redet mein Chef immer, aber es wäre sehr unhöflich, nicht zu erscheinen. Was soll ich tun?

»Öfters sind wir in dem Falle, dass uns durch Gespräche Langeweile gemacht wird. Vernunft, Vorsichtig­keit und Menschenliebe gebieten uns dann, wenn nun einmal nicht auszuweichen ist, Geduld zu fassen und nicht durch beleidigendes Betragen unsern Überdruß zu erkennen zu geben. Man kann ja, je seelenloser das Gespräch und je geschwätziger der Mann ist, um desto freier neben­her an andre Dinge denken; und wäre auch das nicht – ei nun! es geht im menschlichen Leben so manche verträumte Stunde verloren! Ist man denn nicht einige Aufopferung der Gesellschaft schuldig, mit welcher man umgeht?«

Adolph Freiherr Knigge:
Über den Umgang mit Menschen


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Die beste Frage wird im nächsten Heft beantwortet.

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