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Sojabohne

In China, Korea und Japan wird die Soja­bohne seit 4000 Jah­ren ange­baut und als Eiweiß­lie­fe­rant genutzt

Rechteinhaber: Effilee Magazin, Lizenzvereinbarung: Creative Commons

 

Von den Japa­nern wird die Soja­bohne Fleisch­pflanze genannt, was eigent­lich schon alles sagt: Das in der Bohne reich­lich vor­han­dene Pro­tein ist tie­ri­schem Eiweiß sehr ähn­lich. Die bekann­tes­ten Pro­dukte, die aus der Bohne her­ge­stellt wer­den, sind Soja­milch, Tofu und Miso.

Übri­gens: Bei den »Sojas­pros­sen« han­delt es sich um Keime der Mun­go­bohne und nicht der Sojabohne.

Soja­boh­nen ent­hal­ten hoch­wer­ti­ges pflanz­li­ches Eiweiß, einen hohen Anteil an mehr­fach unge­sät­tig­ten Fett­säu­ren (Lin­ol­säure, Lin­o­len­säure), außer­dem sind sie cho­le­ste­r­in­frei und reich an Kalium, Magne­sium, Vit­amin B1, B2, Fol­säure, Vit­amin A, E und Ballaststoffen.

Tofu: „To“ steht im Chi­ne­si­schen für Bohne, „Fu“ für Gerinnen.

Tofu — Herstellung:

Soja­boh­nen lässt man über Nacht in Was­ser vor­quel­len, zer­klei­nert sie mit einem Zau­ber­stab und kocht sie unter stän­di­gem rüh­ren ca. 20 Min. Danach wird der flüs­sige Brei pas­siert. Im Sieb bleibt die Kleie zurück. Die Soja­milch kommt dann in einem Topf. Ich füge Zitro­nen­saft hinzu, damit das in der Milch gelöste Eiweiß der Soja­bohne gerinnt. In Japan ver­wen­det man Magne­si­um­chlo­rid, Nigari genannt. Nach ca. 15 Min. wird die Masse von der Molke getrennt, in ein Lein­tuch geschüt­tet und gepresst. Dauer und Stärke des Drucks ent­schei­den dabei über die Fes­tig­keit des Tofus. Übri­gens die Kleie kann man gut zur Füt­te­rung von Schwei­nen verwenden.

Aber ob die Soja­pro­dukte wirk­lich so gesund sind, wird immer mehr von den Ärz­ten ange­zwei­felt. Viele Men­schen glau­ben ja: Was pflanz­lich und natür­lich ist, ist auch gesund. Aber dem ist natür­lich nicht so, man denke nur an Pilze.

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11. April 2012
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