Wissen

Paprika

Wenn im nor­ma­len Haus­ge­brauch von Paprika die Rede ist, ist in den aller­meis­ten Fäl­len der Gemü­se­pa­prika gemeint.

paprika rot 518x387 Paprika

 

Die Früchte sind recht dick­flei­schig und saf­tig und kön­nen einen Durch­mes­ser und eine Länge von jeweils 10 bis 12 cm errei­chen. Wohl auch auf­grund der Form spricht man bei die­ser Vari­ante vom so genann­ten „Blocktyp“.

Im Ver­gleich zu sei­nen Ver­wand­ten aus der gro­ßen Chili-Familie fehlt ihm jeg­li­che Schärfe: ein Erfolg jah­re­lan­ger Züch­tun­gen. Farb­lich kann der Gemü­se­pa­prika recht bunt daher­kom­men. Im unrei­fen Zustand stets grün, ist er als reife Frucht in den Vari­an­ten rot, gelb, grün, orange, vio­lett und sogar weiß und schwarz erhält­lich. Auch dies ist das Pro­dukt jah­re­lan­ger Züch­tung, auf deren Gebiet vor allem die Nie­der­län­der in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sehr erfolg­reich gewe­sen sind. Geschmack­lich schlägt sich die Farbe bei aus­ge­reif­ten Früch­ten nicht nie­der (unreife grüne Scho­ten sind bit­te­rer). Ledig­lich das in den roten und gel­ben Früch­ten ent­hal­tene Caro­tin lädt dazu ein, eher auf diese Farbe zu set­zen. Unter allen Gemü­se­ar­ten stellt der Gemü­se­pa­prika die „Vit­amin­bombe“ schlecht­hin dar, was ins­be­son­dere für Vit­amin C gilt.

Vari­an­ten

des Gemü­se­pa­prika sind der Toma­ten­pa­prika, eine süß­lich scharfe Vari­ante aus Ungarn, sowie der aus der Tür­kei stam­mende hell­grüne Dolma, der dünn­wan­dig und klei­ner ist. Ein wenig Vor­sicht ist gebo­ten, wenn es um die US-Sorte Mexi­Bell geht. Hier haben die Züch­ter es näm­lich geschafft, dem guten alten Paprika wie­der Schärfe ein­zu­hau­chen, was äußer­lich zunächst nicht erkenn­bar ist und vor allem bei Nichtscharf-Essern zu Über­ra­schungs­er­leb­nis­sen füh­ren kann. Im Ver­gleich zu rich­ti­gen Chi­lis ist er mit einem Schär­fe­grad von 1 aber immer noch recht harmlos.

Ver­ar­bei­tung

Für Paprika gibt es eine breite Palette zur Ver­ar­bei­tung. Beim Kochen löst sich die (schwer ver­dau­li­che) Haut. Um diese hin­ter­her nicht im Essen zu haben, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Schä­len: Mit dem Spar­schä­ler die Paprika schä­len — ist auf­grund der unre­gel­mä­ßi­gen Ober­flä­che der Früchte recht mühsam.
  2. Gril­len: Die Paprika in den hei­ßen Ofen (einige Minu­ten bei ca. 220 Grad Cel­sius) legen und war­ten, bis die Haut braun/schwarz wird und Bla­sen wirft. Dann heruas­neh­men und in ein feuch­tes Tuch ein­wick­len. Nach dem Abküh­len kann man die Haut ganz ein­fach abzie­hen. VORTEIL: Die Paprika bekommt einen leich­ten Rauch-Geschmack!

In getrock­ne­ter und gemah­le­ner Form wird Papri­ka­pul­ver als viel­sei­ti­ges Gewürz verwendet.

paprika gelb 518x387 Paprika

 

Nähr­stoff­an­ga­ben

(roh) je 100 g ver­zehr­ba­rer Anteil

  • Ener­gie: 84 kJ
  • Pro­tein: 1,2 g
  • Fett: 0,3 g
  • Koh­len­hy­drate (ver­wert­bar): 2,9 g
  • Bal­last­stoffe: 3,6 g
  • Was­ser: 91,0 g
  • Vit­amin C: 120 mg

Um die Nähr­stoff­an­ga­ben mit dem unge­fäh­ren Tages­be­darf eines erwach­se­nen Men­schen zu ver­glei­chen, kli­cken Sie hier.

10. April 2012
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