
Zitronen sind die Früchte des Zitronenbaumes. Die Früchte haben eine gelb-grünliche Schale und gelbes, sehr saures Fruchtfleisch. Meist verwendet man den Saft der Frucht, der Salat, Fisch und Suppe eine frische Note verleiht. Er besteht im Wesentlichen aus Fruchtzucker und verschiedenen Säuren.
Stimmt tatsächlich: Wenn man Zitronen vor dem Auspressen kräftig auf einer Arbeitsfläche hin und her rollt oder in warmes Wasser legt, löst sich der Saft leichter aus der Frucht, weil dadurch die Zellen platzen.
Das Märchen vom hohen Vitamin C-Gehalt der Zitrone ist dagegen längst entlarvt: Zitronen enthalten deutlich weniger Vitamin C als zum Beispiel Guaven oder Paprika. Auch die heiße Zitrone ist besser als ihr Ruf, denn Vitamin C reagiert sehr empfindlich auf Hitze und verliert ihre positiven Eigenschaften ab 40 Grad. Wärmen tut so eine heiße Zitrone natürlich trotzdem ganz hervorragend.
Zitronensaft ist die ideale lebendigkeitsüberprüfende Beigabe zu frischen Austern, außerdem ein perfektes Säuerungsmittel. Zum Beispiel für Ceviche, ein peruanisches Gericht, bei dem der Fisch mit Zitronensaft mariniert und somit ohne Hitzezufuhr gegart wird. Auch im Östlichen Mittelmeerraum, vom Libanon bis in den Iran hinein, wird sehr viel mit Zitronensaft und auch mit „schwarzen“, also getrockneten, Zitronen. In England schmiert man sich gerne Lemon Curd, eine süß-saure Zitronencreme, aufs Brot, die hauptsächlich aus Zitronensaft, Eigelb, Butter und Zucker besteht.
Benötigt man nur ein paar Spritzer Zitronensaft, piekst man die Zitrone mit einer Gabel oder einem Zahnstocker ein und presst den Saft heraus. Die Zitrone trocknet dann nicht so schnell aus.
Zum Aromatisieren, insbesondere beim Backen, eignet sich die Schale der Zitrone besser als der Saft, allerdings nur die äußerste Schicht der Schale, denn die enthält das aromatisierende ätherische Öl. Die unteren Schichten tendieren dazu, bei der Verarbeitung bitter zu werden. Wichtig ist, nur die Schalen unbehandelter Zitronen zu verwenden, da die üblicherweise verwendeten Konservierungsmittel gesundheitsschädlich sind. Eine Garantie für Pestizid-freie Früchte ist die Bezeichnung "unbehandelt" jedoch nicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft am besten Bio-Zitronen.
Für kandierte Zitronenschalen verwendet man eine spezielle, recht dickwandige Zitronensorte, die früher aufgrund ihres starken Duftes als Anti-Motten-Mittel eingesetzt wurde.
Goldene Zitronen: Negativpreise, etwas für den schlechtesten Service, das hässlichste Gebäude oder den korruptesten Journalisten, werden gerne goldene Zitronen genannt. Selbst der Erfolg der Hamburger Band Die Goldenen Zitronen konnte dieser Unsitte bisher nicht Einhalt gebieten.
Sauer macht lustig: Das Sprichwort kommt ursprünglich von "Sauer macht Appetit!", wobei "lustig" im Sinne von "Lust auf etwas haben" gemeint ist.
Fête du citron: In der Hafenstadt Menton an der Côte d'Azur wird jedes Jahr von Mitte Februar bis Anfang März ein Fest zu Ehren der Zitrone gefeiert. In Parkanlagen und auf Wiesen stehen Figuren, die aus Zitrusfrüchten bestehen. Höhepunkt ist ein Umzug von Festwagen, die mit Orangen und Zitronen geschmückt sind. 145 Tonnen Zitronen werden jedes Jahr für das Fest verbraucht.
(roh, geschält) je 100 g
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