
Ursprünglich ein typisch südeuropäisches Küchenkraut (auch Immerkraut, Küchenpolei oder römischer Quendel genannt) mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen.
Im Garten ist Thymian recht anspruchslos und gedeiht in geschützten Ecken auch bei mitteleuropäischen Wintern, lässt sich aber auch im Topf auf der Fensterbank ziehen. Getrocknet verstärkt sich das Aroma des Thymians, daher sollte man beim Dosieren vorsichtig sein. Ohnehin empfiehlt sich, da die vielen unterschiedlichen Varianten sehr unterschiedlich in der Würzkraft sind, ein vorsichtiges Herantasten. Neben dem am stärksten verbreiteten Thymus vulgaris gibt es u. a. den Thymus citriodorus (Zitronenthymian) und den Thymus serpyllum (Feldthymian).
Thymian hat eine sehr klare, intensive Würze und wird gern in mediterranen Gerichten verwendet. Für Fleisch (Schmorgerichte) und insbesondere für Wurst wird Thymian sehr gern mit seinem Verwandten Majoran kombiniert. Man kann auch die ganzen Zweige mitgaren, was vielen kräftigen Saucen eine schöne Aromatiefe verleiht (Zweige vor dem Servieren entfernen). Thymian passt auch sehr gut zum Geschmack von Tomaten.