
Schon mal direkt von der Herdplatte gegessen? Japanische Teppanyaki-Gerichte machen es möglich. Der Begriff, zusammengesetzt aus den Bestandteilen teppan (鉄板) für Stahlplatte und der Verbform yaki (焼き, von yaku = braten) bezeichnet Speisen, die auf einer heißen Platte direkt am Tisch zubereitet werden. In entsprechenden Restaurants ist die Stahlplatte meistens in den Tresen integriert, so dass der Gast, der direkt davor sitzt, sich von der Qualität der verarbeiteten Zutaten überzeugen kann. Für den Hausgebrauch gibt es Heizplatten im Kleinformat.
Zubereitet werden auf der heißen Platte Fleisch, Meeresfrüchte, Gemüse, Bratnudeln und omletteähnlicher Teig, der mit Zutaten wie kleingehacktem Kohl angereichert werden kann. Typische Teppanyaki-Gerichte sind Okonomiyaki - eine Art japanische Pizza -, das damit verwandte Monjayaki und Yakisoba. Auch Steak kann man auf der Stahlplatte zubereiten. Okonomiyaki und Monjayaki isst man übrigens nicht mit Stäbchen, sondern mit kleinen Spateln direkt von der warmen Platte.
In Japan machte ab 1945 die Kette Misono Teppanyaki-Restaurants populär. In Amerika eröffnete das erste Teppanyaki-Restaurant 1964 in New York. Hier begannen die Köche, spielerische Showeinlagen in die Zubereitung der Speisen zu integrieren – schließlich saß das Publikum der Gäste ja direkt vor ihnen. Lässige Kunststückchen sind zum Beispiel das Jonglieren mit Kochgeräten oder das Zerteilen eines in die Luft geworfenen Eis mit dem Messer. Der folgende Film gibt einen Eindruck davon.