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Steinheuer, Hans Stefan

In Bad Neuenahr, dort wo er auch heute wirkt, kam Hans Stefan Steinheuer 1959 zur Welt. Als Kind von Gastronomen arbeitete er bereits als 12jähriger mit – so war der Weg zur eigenen Berufswahl nicht weit. Und als diente es geradezu als Ausweis seiner bei aller heutigen kulinarischen Raffinesse bewahrten Bodenständigkeit, war sein erstes selbst zubereitetes Gericht eine Jägersauce.

Steinheuer, Hans Stefan

Stationen

  • 1975 – 1978: Gut Schwarzenbruch, Stolberg – Ausbildung zum Koch, anschließend Commis
  • 1978 – 1979: "Erbprinz", Ettlingen – Commis
  • 1981 – 1983: "Schweizer Stuben", Wertheim – Commis, anschließend Souschef
  • 1984: Küchenchef im elterlichen Betrieb, Bad Neuenahr-Heppingen
  • 1985: Übernahme des elterlichen Betriebs, dort nach Umbau Eröffnung des Restaurants "Zur Alten Post" und des Landgasthofs "Poststuben"

Aus der Praxis

Viele Rezepte hat Hans Stefan Steinheuer im Kopf, die übrigen stehen im Register. Dass er es mit den Garprozessen ganz genau nimmt, offenbart sein Lieblingsgerät in der Küche: das Digitalthermometer. Eifler Reh ist sein Paradegericht, sein Lieblingsprodukt ist jedoch flüssig und dient vor allem der Perfektionierung tiefgründiger Saucen – Noilly Prat.

Steinheuer freut sich sehr, wenn Gastronomie als ganzheitliches Erlebnis gesehen wird. Das ist wenig verwunderlich, wird doch regelmäßig die Leistung der Servicebrigade unter Verantwortung seiner Ehefrau Gabriele Steinheuer ebenso gelobt wie das Niveau der Küche. Was er jedoch gar nicht mag, sind Gäste, die zu feige sind, vor Ort ihre Meinung zu sagen und dies dann später schriftlich ausführlich nachholen.

Wer heutzutage den Beruf des Kochs wählen möchte, tut nach Steinheuers Einschätzung gut daran, sich stets bewusst zu machen, "wie viel Liebe und Entbehrung dieser Beruf benötigt bzw. mit sich bringt."

Persönliches

Es gibt viele Restaurants, die es Hans Stefan Steinheuer angetan haben. Besonders gern isst er jedoch im Landgasthof Adler in Rosenberg bei Josef Bauer.

Sein persönliches Lieblingsgericht ist dann wiederum rheinischer Provenienz: Gulasch mit Döppekooche (= Kartoffelküchlein mit Speck).

Für diese Seite empfiehlt er Jörg Sackmann und Karl Josef Fuchs.

DE-53474 Steinheuers Restaurant Zur Alten Post

Weitere Auszeichnungen

  • 3 Sonnen im Savoir Vivre
  • 1999 Aufsteiger des Jahres im Gault Millau
  • 2000 Koch des Jahres im Gault Millau
  • 2003 Koch des Jahres im Feinschmecker
  • 2003 Großer Preis für Kochkunst und Gastlichkeit von Les Amis de l´Art de Vivre (zusammen mit seiner Frau Gabriele)
Noilly Prat
noilly_prat.jpg
Beim Noilly Prat handelt es sich um einen besonders trockenen Wermut. Er stammt aus Marseillan an der französischen Mittelmeerküst…
Sackmann, Jörg
Joerg_Sackmann.jpg
Jörg Sackmann, Jahrgang 1960, sollte eigentlich ins Hotel-Management gehen, um dort die üblichen Stationen zu durchlaufen. …
Jägersauce
Jägersauce wird zubereitet aus angedünsteten Champignons, die mit Weißwein eingekocht werden. Später kommt noch Tomatenmark dazu.…

Version Nr. 6.

Letzte Änderung: 7. Dez 2007, 13:27. Der Beitrag wurde 7178 mal gelesen. Autor: Effilee Redaktion  Mitschreiber: papadoc

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