
Grünes Gemüse, das es in drei verschiedenen Sorten gibt. Winterspinat hat relativ grobe, stark gewellte Blätter und schmeckt blanchiert und/oder gehackt besonders gut als Beilage oder kann zu Suppe weiterverarbeitet werden. Sommerspinat ist zarter als Winterspinat und wird als Beilage oder auch als Auflage auf z.B. Pizza gegessen. Frühlingsspinat (Tetragon) ist der Feinste der drei Sorten und kann auch roh als Salat gegessen werden.
Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Spinatblätter frisch, knackig und dunkelgrün sind. Für Salate nimmt man am Besten den jungen Frühlingsspinat (s.0.) mit kleinen zarten Blättern.
Den Ofen mit einem Backblech auf 250 Grad vorheizen. Backblech herausnehmen, Butter darauf zerlassen und die geputzten Spinatblätter auf dem Blech verteilen. Salzen, pfeffern und mit Muskat würzen. Wer mag, gibt noch ein paar Butterflocken darüber. Den Spinat 10 Minuten im ausgeschalteten Ofen garen.
Spinat kann durchaus auch in aufgewärmter Form verzehrt werden. Die alte Küchenregel, die besagt, dass sich in wiedererhitztem Spinat Giftstoffe bilden, stammt aus Zeiten, in denen Kühlschränke noch nicht weit verbreitet waren. Das eigentliche Problem liegt aber nicht in der mehrfachen Erhitzung, sondern in der Lagerung. Denn in Spinat – in rohem wie gekochtem – wandelt sich das enthaltene Nitrat allmählich in Nitrit und dann in giftige Nitrosamine um. Daher sollte roher Spinat innerhalb weniger Tage zubereitet und gekochter innerhalb eines Tages verspeist werden. Bei Kühlschranktemperaturen geht diese Umwandlung langsamer vor sich als bei Zimmer- oder Kochtopftemperatur. Schädlicher als erneutes Erhitzen ist daher auch längeres Warmhalten. Im Körper kann Nitrit mit dem Hämoglobin des Blutes zu dem schädlichen Methamoglobin reagieren. Für Kleinkinder ist alter Spinat gefährlicher als für Erwachsene, da bei ihnen Methamoglobin zu einer gefährlichen Einschränkung des Sauerstofftransports im Blut führen kann. Erwachsene verfügen über die entsprechenden Enzyme, um das Methamoglobin zu reduzieren.
100 g Spinat enthalten 4 mg Eisen und nicht 40 mg, wie man lange Zeit annahm. Es gibt zwei Theorien, wie es zu dem Irrtum kam. Theorie 1 besagt, das ein Chemiker bei einer Messung des Eisengehalts das Komma versehentlich um eine Dezimalstelle nach recht versetzt und damit den Eisengehalt verzehnfacht hat. Theorie 2 behauptet, dass der Physiologe Gustav von Bunge den Eisengehalt von Trockenspinat auf frischen Spinat übertragen hat. Weil aber frischer Spinat zu 90 Prozent aus Wasser besteht, führte dies zu dem zehnmal höheren Eisengehalt.
Man kann Spinat auch zum Färben von frischer Pasta, Gnocchi oder Saucen verwenden. Die frischen Spinatblätter werden dafür in einem Mixer fein püriert und durch ein Passiertuch gedrückt. Der Saft wird in einem Topf aufgefangen und langsam erwärmt, bis sich grüne Farbkörperchen vom Wasser trennen. Gibt man die Flüssigkeit nun durch ein feines Sieb oder Tuch, bleibt die sogenannte Spinatmatte zurück, die die grüne Färbung bewirkt.
"Betroffen aufessen": Ist es die Farbe, der leicht bittere Geschmack, das stumpfe Gefühl an den Zähnen oder die breiige Konsistenz? Warum viele Kinder Spinat nicht mögen, ist unklar. Das Problem ist aber weitverbreitet, auch die Hamburger Punkband But Alive hat sich ihm gewidmet. In dem Song Betroffen aufessen fragt sich ein Achtjähriger, warum andere Kinder hungern müssen, wenn er seinen Spinat nicht aufisst.
Popeye: Der amerikanische Comiczeichner Elzie Crisler Segar hat den Seemann Popeye erfunden, der beim Essen von Dosenspinat enorme Kräfte entwickelt. In seiner Geburtsstadt Chester/Illinois wurde ihm im Segar Memorial Park ein Denkmal gewidmet - eine sechs Meter hohe Popeyefigur aus Bronze.
Spinat (roh) je 100 g verzehrbarer Anteil
Spinat (gekocht) je 100 g
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