
Intensives Würzkraut mit dem lateinischen Namen Rosmarinus officinalis, auch als Meertau bekannt. Von seiner Herkunft ein immergrünes Gewächs aus dem Mittelmeerraum.
Frischer Rosmarin hat ein unverkennbares, warm-würziges Aroma, das an Kampfer und Pinien erinnert. In getrockneter Form wird der Geschmack eindimensional, als Pulver ist Rosmarin unerträglich. Trotz seiner Herkunft gedeiht Rosmarin auch in unseren Breiten, wenn er in etwas geschützten, sonnigen Ecken wachsen darf und der Boden nicht zu schwer ist. Abgeschnittene Zweige halten sich im Kühlschrank einige Tage. Auch während und nach der Blüte ist Rosmarin verwenbar; die Blüten sollte man allerdings entfernen.
Rosmarin regt Appetit und Verdauung an. Man kann aus ihm auch magenkräftigenden Tee bereiten.
Es lassen sich ganze Zweige verwenden (beliebt z.B. für Schmorgerichte – kein echter italienischer Sonntagsbraten ohne Rosmarin) oder man kann die ledrigen, tannennadelartigen Blätter mit einem Wiegemesser fein hacken (in dieser Form ist Rosmarin prädestiniert für Grillfleischmarinaden). Auch mit Huhn, Kartoffeln, Pilzen und Tomaten harmoniert Rosmarin sehr gut. Oft tritt Rosmarin in Verbindung mit Knoblauch auf.
Als recht robustes Würzkraut sollte Rosmarin auch bei längeren Garzeiten bereits frühzeitig hinzugegeben werden. Wenn man ganze Zweige mitgart, fallen die Blätter im Laufe der Zubereitung ab; den Stiel kann man dann einfach entfernen. Manchmal genügt es auch bereits, das Speisefett zu Beginn des Kochens durch das Anbraten von ein, zwei Zweigen Rosmarin zu aromatisieren.
Ein einfaches Rezept für eine pikante Pasta geht so: Einige Knoblauchzehen mit zwei bis drei Zweigen Rosmarin in reichlich Butter anbraten. Nun etwas stark reduzierten Fond bzw. einen guten Löffel Glace hinzugeben, das ganze gut verrühren und durch ein Sieb auf die fertige Pasta geben. Es ergibt sich die Illusion eines perfekten Bratensaftes.