
Einst lebte in Mailand ein armer Bäcker namens Tonio. Er hatte eine wunderschöne Tochter, in die sich eines Tages ein Adeliger verliebte. Das Mädchen war von seinem Freier entzückt, doch es konnte nicht ohne Mitgift heiraten. Also flehte es seinen Vater an, einen Ausweg zu finden. „Was sollen wir tun, liebe Tochter?“ sprach Tonio. „Wir sind arm!“ Traurig über den Kummer seiner Tochter ging er in die Backstube und versank ins Grübeln. Gab es nicht vielleicht doch eine Möglichkeit?
Die Lösung, die der arme Bäcker schließlich fand, ist heute um die Weihnachtszeit herum in allen italienischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Sie heißt Panettone – Pane di Tonio, also Tonios Brot. Denn der Bäcker tat am Ende folgendes: Er stellte als Mitgift die Zutaten für einen herrlichen Kuchen zur Verfügung, dessen Geschmack den adeligen Freier von jeder weiteren Mitgift absehen ließ.
Panettone besteht aus einem Hefeteig, der durch Zugabe von Zucker, Milch, Butter und Eigelb eine kuchenähnliche Konsistenz erhält. Vanille, Rosinen sowie kandierte Fruchtschale sorgen für das typische Aroma. Das Verhältnis der Komponenten variiert je nach Herstellerfirma bzw. Hausrezept, im Handel gibt es zusätzlich unterschiedliche Geschmacksrichtungen oder Füllungen des Kuchens. Die klassische Form ist ein hoher Zylinder, die sich beim Selberbacken erzeugen lässt, indem man eine runde Kuchenform mit Butterbrotpapier ausschlägt, das über den Rand hinausreicht.
Besonders gut schmeckt Panettone zu einem kräftigen Espresso. In Italien ersetzt er in der Weihnachtszeit das Frühstück aus Keksen oder cornetti. Auch zu anderen Jahreszeiten wird der Kuchen mittlerweile hergestellt und verkauft.
1. Hefe in einer kleinen Schüssel mit 4 El der Milch und 1 Tl Zucker vermischen. 10 Minuten ruhen lassen, bis die Hefe schaumig ist. Eine 15 cm große runde Kuchenform einfetten und mit einer doppelten Lage Butterbrotpapier auslegen, so dass es 10 cm über den Rand steht.
2. In einer großen Schüssel 125 g des Mehls mit der restlichen Milch und der Hefemischung verkneten. Zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.
3. Das übrige Mehl, Zucker, Salz, Ei, Eigelbe, Orangenschale, Vanillearoma und Butter zugeben und zu einem Teig vermengen. Auf eine bemehlte Fläche stürzen und so lange kneten, bis der Teig weich und elastisch ist. Wieder in die Schüssel geben und zugedeckt erneut aufgehen lassen, bis der Teig die doppelte Größe erreicht hat.
4. Auf der Arbeitsfläche den Teig ein letztes Mal durchkneten, dabei Fruchtschale und Rosinen oder Sultaninen einarbeiten. Zu einer Kugel formen und in die vorbereitete Kuchenform geben. Nochmals zugedeckt aufgehen lassen, bis der Teig deutlich über den Rand reicht.
5. Den Ofen auf 200 °C (Gas: Stufe 6) vorheizen. Den Panettone 15 Minuten backen, dann den Ofen auf 180 °C (Gas: Stufe 4) zurückschalten und weitere 40 Minuten backen, bis der Teig gut aufgegangen und an den Seiten fest ist. 10 Minuten ruhen lassen, dann zum Abkühlen auf ein Kuchengitter legen.
Buon appetito!
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papadoc meint :Das ist mal wirklich ein hübsches Bild. Schöner Herbst das, dieses jahr! |
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o-solemio meint :das Rezept hört sich gut an - vielleicht sollte ich es doch einmal versuchen, einen Panettone selbst zu backen... Bislang habe ich mich, u.a. wegen der der enormen Höhe des Backwerkes nicht rangetraut - aber vielleicht mit eurem Tipp... |
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beatrice meint :Das Bild ist wirklich schön - ist es aber sicher ein Panettone ? Voriges Jahr habe ich kurz vor Weihnachten einen original italienischen Panettone geschenkt bekommen - er war saftig und voller Schokolade ... |
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Räubertochter meint :Ja, das ist sicher ein Panettone. In Italien gibt es inzischen alle möglichen Abwandlungen vom klassischen Rosine-Fruchtschale-Modell (mit Schokolade, mit Fruchtcreme, Liköraroma etc., siehe all die hiesigen Stollenvariationen). Im römischen Supermarkt stapeln sich vor Weihnachten wahre Berge von Panettone-Schachteln. Man könnte den Verdacht hegen, dass die Reste gleich zur Colomba für Ostern umgeformt werden... |
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Fleischwolf meint :Und dann gibts hier das Superbebilderte-Wahnsinnsrezept: |
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beatrice meint :@ Räubertochter Das dachte ich zuerst auch... @ Fleischteke danke,auch schön ... |
KTeute hat den Wissensbeitrag Bratkartoffeln (radikal) kommentiert.
Kuchenhilde hat die Frage Grünkohl beantwortet.
fressack hat die Frage Tierquälerei..... Ja oder Nein??!! beantwortet.
PaulKombüs hat die Frage Tierquälerei..... Ja oder Nein??!! beantwortet.
jens findet das Rezept Maeuntang (Scharfe Suppe) gut.
Stefan madeheim hat den Wissensbeitrag Madeheim, Stefan bearbeitet.
Manuel Santana hat die Geschichte Was aus uns wurde kommentiert.
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