
Wem zu Sylvester die Feuerwerkskörper ausgehen, der kann ungeritzte Maronen in den Ofen legen – knallen wird es garantiert, wenn die braune Schale platzt. Zugegeben, die Rückstände der Küchenexplosion lassen sich nicht ganz so bequem entsorgen wie Knallerbsen. Wer auf das Ofenfeuerwerk verzichten und seine Marone (altgriech. maraon, hierzulande auch als Edelkastanie bekannt) lieber geruhsam essen möchte, sollte sie vor dem Rösten unbedingt anritzen. Am besten verpasst man ihr an der Spitze einen kreuzförmigen Schnitt und lässt sie dann im Ofen bei ca. 200 °C solange garen, bis die Schale aufplatzt. Noch heiß lösen sich die Kerne am besten aus der Schale und von dem dünnen, braunen Häutchen, das daruntersitzt.
In vielen europäischen Städten von London bis Istanbul kann man sich im Herbst und Winter diese Arbeit von den Röstpfannen der Straßenstände abnehmen lassen. Besonders an kalten Wintertagen ist eine dampfend heiße Tüte voll duftender Maronen ein echter Genuss. Die mehlig-süßen Kerne haben im Vergleich zu anderen Süßigkeiten sogar eine ausgesprochen sättigende Wirkung, da sie einen hohen Stärkeanteil besitzen (doppelt soviel wie Kartoffeln!).
Wegen dieser Eigenschaft wurden die essbaren Kastanien früher von der ärmeren Bevölkerung Mitteleuropas (vor allem Frankreich, Italien, Alpengebiete) gemahlen und als Getreidemehlersatz verwendet. Noch heute gibt es in Italien flache Brote aus Maronenmehl (necci), die auf heißen Steinen gebacken werden. Ab und an stößt man zur Fastenzeit auch auf eine Polenta aus Maronenmehl.
Aus dem Sattmacher wurde in verfeinerter Form eine Delikatesse: In Frankreich nascht man beispielsweise marrons glacés, glasierte Maronen aus Lyon, oder flambierte Desserts aus Maronencreme. Püriert dienen Maronen als Füllung von Geflügel oder lassen sich für Kuchen verwenden. In Frankreich kennt man sie sogar als Zutat für Suppen und für Marmelade. Besonders vielfältigen Einsatz finden Maronen in der korsischen Küche: außer für Maronenmehl, Maronencreme und Maronenkuchen (castagnacci) nutzt man die hellen Kerne dort auch für Prozentiges, eingelegt in Cognac oder zu Kastanienbier verarbeitet.
Übrigens besteht ein Unterschied zwischen Maronen und Esskastanien. Maronen sind eine weitergezüchtete Form der Esskastanie, aromatischer und in der Fruchtform nicht so gefältelt wie ihre herkömmlichen Verwandten, daher auch leichter zu schälen. Im Herbst kommen sie üblicherweise etwas später und zu höheren Preisen auf den Markt als die Esskastanien.
je 100 g verzehrbarer Anteil
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Manuel Santana hat die Geschichte Input / Folge 35 kommentiert.
wonderkey hat die Frage Tierquälerei..... Ja oder Nein??!! beantwortet.
fressack hat die Frage Tierquälerei..... Ja oder Nein??!! beantwortet.
Azubi-Koch2008 hat die Frage Tierquälerei..... Ja oder Nein??!! beantwortet.
KaffeeDramatiker hat die Frage Welche und wo ist die Currywurstbude Nummer 1 in Berlin? gestellt.
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hanswurst hat das Rezept Bärlauch-Spaghetti mit Bacon und Spiegelei kommentiert.
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