
Auch wenn sich die Bezeichnung „Tee“ für die Gruppe der fruchtig-frischen Getränke aus überbrühten Kräutern oder Fruchtstückchen längst eingebürgert hat, handelt es sich bei Kräuter- und Früchtetees um Aufgussgetränke und nicht um Tee – dieser Name bleibt korrekt benutzt dem Aufguss aus den Blättern der Teepflanze vorbehalten. Andere Sprachen machen diesen Unterschied kenntlich, indem sie statt von tea oder thé von tisane (engl., franz.) oder tisana (ital., span.) reden. Kräutertees können sich zwar durchaus auf das leibliche Befinden auswirken, aber nicht in der anregenden Koffeinform des echten Tees. Sie bilden aromatische und kalorienarme Durstlöscher, die pur oder in Mischungen, heiß oder kalt, mit Honig und Zucker gesüßt oder mit Zitrone aufgepeppt genossen werden. Viele Kräuter- und Früchtetees eigenen sich auch für einen fruchtigen Mix mit Obstsäften und bilden eine gesunde Alternative zu Limonadengetränken.
Früchtetee
Besonders gut entfaltet sich das Aroma frisch gepflückter Kräuter. Wer nicht über einen entsprechend ausgestatteten Garten oder naturbelassenes Umland verfügt, muss auf getrocknete und käuflich erworbene Varianten zurückgreifen. Zum Überbrühen eignet sich am besten weiches Wasser. Wichtig ist, auf die richtige Dosierung der Pflanzen- oder Fruchtstückchen und die Ziehzeit des Aufgusses zu achten, damit weder fade gefärbtes Wasser noch ein bitterdunkles Konzentrat entsteht.
Beim handelsüblichen Teebeutelformat fällt das nicht weiter schwer. Nachteil der praktischen Beutel: Ihr Inhalt ist von sehr unterschiedlicher Qualität. Neben puren und naturbelassenen Kräuter- und Früchtetees findet man viele Produkte, die statt durch die Originalpflanze oder -frucht durch synthetische Geschmacksverstärker aromatisiert sind. Legt man auf die Heilwirkung von Kräutertees Wert, sollte man deshalb zu den teureren Produkten aus Apotheke, Reformhaus oder Naturkostladen greifen.
Zum Einsatz kommen getrocknete und eventuell zu Stückchen zerkleinerte Früchte wie Äpfel, Hagebutten, Orangen, Holunderbeeren oder die Schalen von Orange und Zitrone. Allerdings ist im Teebeutel nicht immer nur das enthalten, was groß auf der Packung steht. Viele Früchtetees bestehen zum großen Teil aus Malvenblüten und Hagebutten. Die Frucht, die dem Tee den Namen verleiht, kommt in geringeren Menge dazu und wird geschmacklich durch künstliche Aromastoffe hervorgehoben.
Für Kräutertees werden verschiedenste Pflanzenteile verwendet, Blätter, Blüten oder Früchte. Manche Sorten sind beliebte Durstlöscher, andere werden nicht unbedingt aus geschmacklichen Gründen getrunken, sondern wegen der ihnen zugeschriebenen Heilwirkung. Die Pflanzenheilkunde vieler Kulturkreise setzt Kräutertees seit Jahrhunderten für medizinische Zwecke ein. Häufigstes Anwendungsgebiet sind heute Beschwerden des Verdauungssystems und der Atemwege. Manche Kräutertees gelten sogar im Sinne des Arzneimittelgesetzes als Arznei und sollten nicht dauerhaft eingenommen werden - allerdings würden wohl nur wenige Leute auf die Idee kommen, aus geschmacklichen Gründen täglich Salbei- oder Thymiantee zu trinken.
Andreas B hat die Geschichte Der Fischeinkauf, die Verarbeitung und Lagerung von Thunfisch gefallen.
Manuel Santana hat die Geschichte Input / Folge 35 kommentiert.
wonderkey hat die Frage Tierquälerei..... Ja oder Nein??!! beantwortet.
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KaffeeDramatiker hat die Frage Welche und wo ist die Currywurstbude Nummer 1 in Berlin? gestellt.
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