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Innereien

Die Bezeichnung sammelt alles, was sich an inneren Organen in den Tieren befindet und für den menschlichen Verzehr geeignet ist. Am häufigsten landen Leber, Herz, Hirn, Bries (Thymusdrüse), Niere oder Kutteln auf den Tellern. Fortgeschrittene essen auch Hoden und Augen. Auch die Zunge zählt noch zu den Innereien, Lunge wird vorwiegend gehackt als Bestandteil von Speisen (z.B. Haggis) verwendet. Innereien sind in der Regel sehr zart und reicher an Mineralstoffen und Vitaminen als Muskelfleisch. Andererseits lagern sich in ihnen auch Schadstoffe wie Schwermetalle an. Daher ist gerade bei Innereien wichtig, woher die Tiere stammen und wie sie gefüttert wurden. Deshalb sollten Nieren und Leber nicht täglich auf dem Speiseplan stehen und speziell Lebern und Nieren von Pferden und Feldhasen sollten überhaupt nicht verzehrt werden.

Woher die Abscheu kommt, die viele Menschen – vor allem die, die nie welche probiert haben – gegen Innereien empfinden, mögen Psychologen ergründen. Sie schmecken keinesfalls, wie mancher, der sie nur vom Hörensagen kennt, behauptet, zwangsläufig animalisch streng. Im Gegenteil liegt im Inneren der Tiere ein geschmacklich und texturell sehr vielfältiges Reich großer Genüsse. Daher sollte auf jeden Fall das Probieren vor der Ablehnung kommen.

In Frankreich – wo die Menschen ihrer Nahrung wohl weniger entfremdet sind als in Deutschland – sind Innereien ein sehr viel selbstverständlicherer Bestandteil des Speiseplans, ebenso in England. Speziell in Frankreich sind Lebensmittel wie Andouille bzw Andouillettes und Gerichte wie Tripes à la mode de Caen fest in der Alltagskultur verwurzelt, wie in England beispielsweise Steak and Kidney Pie. In der Bundesrepublik sinkt der Konsum seit Jahrzehnten ständig, so wie der Irrglaube zunimmt, das fettarme Produkte schmecken können.

Herz
Das Herz ist einer der wenigen Muskeln, die auch bei Stalltieren ständig in Betrieb sind. Das Fleisch ist entsprechend mager und (bei richtiger Zubere…
Bries
Auch als Kalbsmilch oder Bröschen bekannte Thymusdrüse des Kalbs. Sie fördert dessen Wachstum und ist dann bis zu 300 Gramm schwer. Beim erwach…
Kutteln
Kutteln, auch Kaldaunen oder Pansen genannt. Als Kaldaunen, Kutteln oder Pansen werden Vormagen und Teile des Magen-Darm-Traktes von Wiederkäuern be…

Version Nr. 4.

Letzte Änderung: 17. Sep 2007, 17:32. Der Beitrag wurde 1828 mal gelesen. Autor: aka

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